Dies ist die zweite und erweiterte Ausgabe eines Buches über die Träger des „Werner-von-Siemens-Ringes“, der als höchste deutsche Auszeichnung für Personen gilt, die durch ihre Leistungen die technischen Wissenschaften gefördert oder durch ihre Forschung der Technik neue Wege erschlossen haben. Diese Ehrung wird von einer gemeinnützigen Stiftung verliehen, die 1916 aus Anlass des hundertsten Geburtstags von Werner von Siemens gegründet wurde. Sie hat die satzungsgemäße Aufgabe, technisch-wissenschaftliche Leistungen als Ansporn für die Jugend herauszustellen und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
In den 90 Jahren ihres Bestehens wurde dieser Ehrenring bisher 32 Persönlichkeiten zuerkannt. In kurz gefassten Biographien, illustriert durch seltene Fotos und Zeichnungen, schildern die Verfasser den Werdegang und die Pionierleistungen der Ringträger. Sie geben auch eine kurze Darstellung des Lebenswerks des Namensgebers, und berichten von Denkmälern, die von der Stiftung errichtet wurden. So ist das Buch gleichzeitig ein repräsentativer Querschnitt durch mehr als ein Jahrhundert Technikgeschichte in Deutschland, den jeder gerne lesen wird, der sich für Technik und Naturwissenschaft in ihrem geschichtlichen Umfeld interessiert.
Über die Autoren:
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Kind, Jahrgang 1929, studierte Elektrotechnik und promovierte 1957 mit einer Arbeit auf dem Gebiet der Hochspannungstechnik. Als Entwicklungsingenieur in der Industrie tätig, folgte er 1962 einem Ruf an die Technische Hochschule Braunschweig. 1975 übernahm er als Präsident die Leitung der Physikalisch- Technischen Bundesanstalt in Braunschweig und Berlin. In dieser Eigenschaft war er zugleich Vorsitzender des Stiftungsrates bis zu seiner Pensionierung 1995. Er wurde unter anderem mit dem VDE-Ehrenring ausgezeichnet.
Dr.-Ing. Walter Mühe, Jahrgang 1921, studierte Naturwissenschaften und Elektrotechnik. Er legte das Staatsexamen für das Höhere Lehramt in Physik und Mathematik ab und beschloss sein Studium als Diplomingenieur. 1954 promovierte er mit einer Arbeit auf dem Gebiet der Akustik. Seit 1952 arbeitete er in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, zuletzt als Leiter der Abteilung „Allgemeine Technisch- Wissenschaftliche Dienste“. Im Ruhestand wirkte er freiberuflich als Verfasser technikgeschichtlicher Publikationen.