Bewertung von Redundanzanforderungen auf die Netzsicherheit im Übertragungsnetz

Konferenz: Internationaler ETG-Kongress 2013 – Energieversorgung auf dem Weg nach 2050 - Symposium 1: Security in Critical Infrastructures Today
05.11.2013 - 06.11.2013 in Berlin, Deutschland

Tagungsband: Internationaler ETG-Kongress 2013 – Energieversorgung auf dem Weg nach 2050

Seiten: 7Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Awater, Philipp; Dierkes, Sebastian; Uhl, Robert; Moser, Albert (Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW), RWTH Aachen, Deutschland)

Inhalt:
Die erhöhte Belastung des europäischen Übertragungsnetzes, hervorgerufen durch weiträumige Leistungstransporte aufgrund lastfern installierter Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien, führt zu einer steigenden Anzahl von netz- und marktbezogenen Eingriffen in den Übertragungsnetzbetrieb. Dies ist notwendig, um eine ausreichende Netzsicherheit gewährleisten zu können. Die Bewertung der Netzsicherheit erfolgt heute auf Basis eines deterministischen (n-1)-Sicherheitskriteriums. Mit der steigenden Netzbelastung wird eine Einhaltung des deterministischen Kriteriums zunehmend schwieriger. Darüber hinaus ist auf Basis eines deterministischen Kriteriums nicht ableitbar, wie nah ein Netzbetriebsmittel einer Verletzung der technischen Randbedingungen ist. Somit ist im Hinblick auf die zunehmende Belastung der Netze ein quantitatives Netzsicherheitskriterium hilfreich. Mit dem in diesem Beitrag entwickelten quantitativen Netzsicherheitskriterium lässt sich zum einen vergleichend die Netzsicherheit für verschiedene Netznutzungssituationen bewerten, zum anderen kann quantitativ bewertet werden, wie sich die Netzsicherheit durch einen Netzausbau verbessert. Die Ergebnisse stellen Netzbereiche dar, in denen Leitungen einer potenziellen Überlastung ausgesetzt sind.