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4.4.2.3 Erhaltungsmanagement im ÖPNV

Harcke, Stefan; Grisson, Lars

2009-05

4. Rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen der Verkehrsgestaltung

20

53. Ergänzungslieferung

Ordner 4

Dieser Beitrag beschränkt sich auf das Erhaltungsmanagement der Infrastrukturanlagen von Straßenbahnen/Stadtbahnen. Unter Erhaltungsmanagement werden Strategien und Abläufe (Prozesse) verstanden, mit denen ein definierter Qualitätszustand unter Optimierung des erforderlichen finanziellen und personellen Einsatzes dauerhaft erhalten wird. Das wiederum erfordert, dass der zu erhaltende Zustand eindeutig beschrieben und dokumentiert ist. Das Erhaltungsmanagement ist bisher eine vorwiegend technisch orientierte Sichtweise gewesen, bei der versucht wurde, die Funktionalität der Anlagen stetig zu verbessern und sich weitestgehend den technischen Neuerungen anzupassen. Durch knapper werdende Mittel und den mit dem zunehmenden Alter der Stadtbahn-/Straßenbahnnetze stetig steigenden Instandhaltungsund Erneuerungsbedarf bekommt das Erhaltungsmanagement verstärkt auch eine wirtschaftliche Komponente. Strategien für die Instandhaltung und Erneuerung von Straßenbahn- und Stadtbahnnetzen sind also im Spannungsfeld von wirtschaftlichen Interessen, gesetzlichen Vorgaben (Sicherheit) und Qualitätsgesichtspunkten zu entwickeln. Schließlich kommt dem Informationsaustausch zwischen Verkehrsunternehmen, bei dem voneinander gelernt werden kann, sowie dem Einsatz EDVgestützter Systeme (Facility-Management-Systeme) eine wesentliche Bedeutung zu.

Hannover, Infrastruktur, Kommunikation, Schnittstelle, Stadtbahn, Straßenbahn, Verkehrsbetrieb, Verkehrsunternehmen