Top

5.2.2.2 Konfliktminderung auf Fußwegen

Bräuer, Dirk; Draeger, Werner

1998-07

5. Gestaltung von Einzelanlagen des Verkehrssystems

30

22. Ergänzungslieferung

Ordner 4

Dem Zu-Fuß-Gehen kommt im Stadtverkehr ein hoher Stellenwert zu (siehe Schmitz 3.3.1.1). An städtischen Straßen werden Fußgänger in der Regel im Seitenraum geführt, meist verkürzt als Bürgersteig, Gehweg, Trottoir oder Fußweg bezeichnet. Die Reduzierung auf diese Begriffe verdeckt die vielfältigen Nutzungsansprüche, die an Seitenräume bestehen. Bäume, Parkplätze, Lichtmasten, Trafohäuschen, Fahrradständer, Schildermaste u.s.w. werden im Seitenraum untergebracht, gehören aber nicht auf den Gehweg. Hinzu kommen Kinderspiel und Aufenthalt, Geschäftsauslagen und Straßencafes (siehe Just 3.4.4.1). Die Fußgänger selbst bewegen sich nicht in "Reih und Glied". Je nach Situation können sie schlendern, bummeln, zielstrebig gehen oder auch eilig laufen. In Seitenräumen überlagern sich verkehrliche und soziale Anforderungen. Unter dem Einfluß einer starken Überbewertung der Ansprüche des motorisierten Verkehrs wurden Seitenräume lange Zeit zu "Nebenanlagen" von Autostraßen degradiert.

Fußgängerverkehr, Fußwege in der Innenstadt, Fußwege, Dimensionierung, Fußwege, Gestaltung von, Fußwegenetze, Gehwege, Verkehrssicherheit für Fußgänger