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5.4.4.1 Bevorzugung von Bussen und Straßenbahnen an Ampeln

Schlabbach, Klaus

2008-04

5. Gestaltung von Einzelanlagen des Verkehrssystems

28

50. Ergänzungslieferung

Ordner 4

Weit verbreitet für das in diesem Beitrag behandelte Problem - unter anderem auch im Regelwerk der FGSV - ist die Formulierung 'ÖPNV-Beschleunigung'. Beschleunigung ist aber physikalisch zunächst nur die Veränderung der Geschwindigkeit innerhalb einer Zeiteinheit und wird mit der wenig greifbaren Dimension m/s2 beschrieben. Mit negativem Vorzeichen versehen wird daraus die - zumindest den Autofahrern vertraute - Bremsverzögerung. Jenseits der Naturwissenschaft haben auch Soziologen und Philosophen das Thema Beschleunigung in ihre Betrachtungen einbezogen oder gar zur Grundlage gemacht. Gesellschaftspolitisch entstehen daraus Gegenbewegungen, wie z. B. Entschleunigung der Verkehrsabläufe, slow-food- Bewegung. In Anbetracht dieses schillernden, weit ausgreifenden Hintergrundes ist der Verzicht des Begriffs Beschleunigung im Titel dieses Beitrags sinnvoll. Bevorrechtigung andererseits würde die Thematik zu sehr auf den rechtlichen Rahmen einengen, der - zugegeben innerhalb des Genres - sehr umfassend strukturiert werden kann, wie z. B. Straßenverkehrsgesetz, Personenbeförderungsgesetz und Straßengesetze mit ihren jeweiligen Verordnungen, insgesamt aber zu wenig auf die planerischen und ingenieurtechnischen Ansätze eingeht. Insofern scheint Bevorzugung oder Priorisierung des ÖPNV am ehesten geeignet, die diskutierte Problematik plakativ zu kennzeichnen.

Beschleunigung des ÖPNV, Lichtsignalsteuerung, ÖPNV, Beschleunigung, ÖPNV, Bevorrechtigung, Verkehrsabhängige Steuerung, Verkehrsbeeinflussung, Verkehrssteuerung, Verkehrs-System-Management, Vorrangschaltung ( von/bei LSA), Wartezeiten an LSA