Cover E DIN EN 50441-5 VDE 0815-5:2017-09
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E DIN EN 50441-5 VDE 0815-5:2017-09

Innenkabel für Telekommunikationseinrichtungen im Wohnbereich

Teil 5: Kabel bis 2 200 MHz für ein Paar und für die übrigen Paare bis 1 000 Mhz;

Deutsche Fassung prEN 50441-5:2017
Art/Status: Norm-Entwurf, gültig
Ausgabedatum: 2017-09   Erscheinungsdatum: 2017-08-18
VDE-Artnr.: 1800373
Ende der Einspruchsfrist: 2017-10-18

Inhaltsverzeichnis

Dieser Teil der Normreihe 50441 enthält Festlegungen für Innenkabel für Kommunikationskabelanlagen im Wohnbereich. Die Kabel sind bis 2 200 MHz für nur 1 Paar und bis 1 000 MHz für die übrigen Paare spezifiziert. Ihre Auslegung basiert auf den Anforderungen der EN 50290-2-1. Sie sind speziell für die Verkabelung im Wohnbereich ausgelegt, welche ICT (Information and Communication Technology)- und BCT (Broadband Communication Technology)-Anwendungen unterstützt (Telefon-, Computer- und TV-Dienstleistungen). Diese Spezifikation definiert Einzelheiten zur Konstruktion sowie das spezifische Betriebsverhalten der Kabel.
Wenn nicht anders festgelegt, dürfen die in dieser Norm abgedeckten Kabel mit Spannungen von nicht mehr als 300 V Wechselspannung oder 450 V Gleichspannung betrieben werden und entsprechen den wesentlichen Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie. Aufgrund der mit der Leiterquerschnittsfläche in Bezug stehenden Strombegrenzung sind sie nicht für den direkten Anschluss an das Stromversorgungsnetz vorgesehen. Der höchste Bemessungsstrom je Leiter ist kleiner oder gleich 3 A/mm<(hoch)2>, sofern in der entsprechenden Bauartspezifikation nicht anders festgelegt.
Bei der Konstruktion der Kabel ist zu beachten, dass die Konstruktion der Leiter mit den Anforderungen der EN 50290-2-1 übereinstimmen muss. Der Leiter muss nach EN 50290-2-1 aus einem massiven Draht aus geglühtem Kupfer mit einem Mindestdurchmesser von 0,5 mm (Durchmesser von mehr als 0,8 mm können Anschlussprobleme verursachen) bestehen. Die Isolierung muss aus Polyethylen nach EN 50290-2-23 bestehen. Andere Materialien dürfen eingesetzt werden, vorausgesetzt, dass sie die Übereinstimmung mit dieser Europäischen Norm sowie örtlichen Regelungen (z. B. Umweltrichtlinien) nicht beeinträchtigen. Die Dicke der Isolierung muss mit den elektrischen Anforderungen übereinstimmen. Die Farbe des isolierten Leiters muss eine vernünftige Übereinstimmung mit HD 402 S2 aufweisen. Das Verseilelement muss ein Paar oder ein Vierer sein; die Schlaglänge muss EN 50290-2-1 entsprechen. Die Kabelseele darf mit einem oder mit mehreren nicht hygroskopischen, synthetischen Bändern bewickelt werden. Das synthetische Band muss spiralförmig oder längs laufend mit einer Überlappung von mindestens 10 % aufgebracht werden. Die Kabelseele darf geschirmt werden. Im Fall einer Schirmung muss diese in Übereinstimmung mit EN 50290-2-1 erfolgen.
Wenn ein Geflecht aufgebracht wird, muss die minimale Bedeckung (hauptsächlich aus mechanischen Gründen) 60 % betragen. Wenn der Schirm aus einer metallisierten Folie und einem Geflecht besteht, muss die minimale Bedeckung 30 % betragen. Das Verfahren zur Berechnung der Bedeckung ist in EN 50290-2-1 beschrieben. Der Mantel muss aus einer thermoplastischen Mischung in Übereinstimmung mit EN 50290-2-27 oder EN 50290-2-22 bestehen. Wenn nicht anders festgelegt, muss die Farbe des Mantels cremefarben sein. Der Mantel muss die Kabelseele eng umschließen. Es muss jedoch möglich sein, den Kabelmantel über eine Länge von 20 cm abzuziehen, ohne Folien zu entfernen oder Leiter zu beschädigen. Der Mantel muss zylindrisch sein; in der äußeren Ansicht des Mantels darf das Profil der Kabelseele nicht abgezeichnet sein. Die Ovalität des fertigen Kabels darf nicht größer als 0,16 sein. Die Kennzeichnung muss entweder als Mantelmarkierung oder mit einem Kennfaden durchgeführt werden. Wenn vom Kunden nicht anders festgelegt, darf das Kabel gekennzeichnet sein.
Die Mantelmarkierung muss in Übereinstimmung mit einer dauerhaften Bedruckung oder Prägung ausgeführt sein, welche mindestens die Informationen zu Bezeichnung des Kabels einschließlich der Nummer der entsprechenden Norm, Brandklasse, Name des Lieferanten und der Metermarkierung. Wenn das Kabel keine Mantelmarkierung aufweist, muss es auf eine andere Art gekennzeichnet sein (z. B. mit einem Kennfaden unter dem Mantel, einem Band zur Identifizierung, Bedruckung der Wicklung der Kabelseele usw.). Die Kennzeichnung muss mindestens Informationen zu Bezeichnung des Kabels einschließlich der Nummer der entsprechenden Norm, der Brandklasse und den Namen des Lieferanten enthalten.