Cover E DIN EN 55016-2-3/A1 VDE 0877-16-2-3/A1:2019-05
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E DIN EN 55016-2-3/A1 VDE 0877-16-2-3/A1:2019-05

Anforderungen an Geräte und Einrichtungen sowie Festlegung der Verfahren zur Messung der hochfrequenten Störaussendung (Funkstörungen) und Störfestigkeit

Teil 2-3: Verfahren zur Messung der hochfrequenten Störaussendung (Funkstörungen) und Störfestigkeit – Messung der gestrahlten Störaussendung

(CIS/A/1278/FDIS:2018); Deutsche und Englische Fassung EN 55016-2-3:2017/FprA1:2018
Art/Status: Norm-Entwurf, gültig
Ausgabedatum: 2019-05   Erscheinungsdatum: 2019-04-26
VDE-Artnr.: 1800488
Ende der Einspruchsfrist: 2019-06-26

Dieser Entwurf enthält die deutsche Fassung des Europäischen Entwurfs EN 55016-2-3:2017/FprA1:2018 und ist identisch mit dem Schluss-Entwurf der geplanten Änderung 1 zur Internationalen Norm CISPR 16-2-3:2016. Die geplanten Änderungen dienen dem Zweck, Festlegungen zur maximalen Größe des Prüfvolumens bzw. der Prüflingsgröße zu treffen, die Messungen der gestrahlten Störaussendung auf dem Freifeldmessplatz, in der Halbabsorberkammer sowie im Vollabsorberraum in Abhängigkeit vom Frequenzbereich und dem Messabstand zu Grunde gelegt werden können. Hierzu werden weitere Begriffsdefinitionen in die Norm eingeführt und es werden entsprechende Änderungen und Ergänzungen zu den im Abschnitt 7 der Norm enthaltenen Festlegungen zu den Messverfahren durchgeführt. Ferner wird ein neuer Anhang F eingebracht, in dem Hintergrundinformationen zur Begrenzung des Prüflingsvolumens in Abhängigkeit von Frequenzbereich und Messentfernung gegeben werden. Hierbei werden die Betrachtungen entsprechend den drei zu Grunde liegenden Frequenzbereichen 9 kHz bis 30 MHz, 30 MHz bis 1 000 MHz und 1 GHz bis 18 GHz unterteilt.
Die folgenden vier Kriterien begrenzen das Prüflingsvolumen in Abhängigkeit von der Messentfernung und dem Frequenzbereich:
- Begrenzung von Effekten der Unterschätzung der Feldstärke, wenn Messungen der gestrahlten Störaussendung in einer kleinen Messentfernung an einem Prüfling mit einem gegebenen Durchmesser des Prüflingsvolumens durchgeführt werden, verglichen mit Messungen am gleichen Prüfling in einer Entfernung, die dem Schutzabstand, auf dessen Basis der Störaussendungsgrenzwert festgelegt wurde, entspricht;
- Begrenzung aufgrund von Nahfeldeffekten;
- Begrenzung aufgrund der Keulenbreite der Empfangsantenne;
- Begrenzung aufgrund der Ergebnisse der Messplatzvalidierung.
Das Kriterium, welches das kleinste Volumen für jeden Frequenzbereich ergibt, muss bei der Messung angewendet werden. Ziel ist, dass der Prüfling beim Messablauf vollständig erfasst wird. Der neue Anhang F enthält zu jedem dieser vier Kriterien entsprechende Informationen zu den Einflussgrößen und den sich daraus ergebenden Prüf- bzw. Prüflingsvolumina.
Angaben zu den Prüf- bzw. Prüflingsvolumina in Abhängigkeit von der Messentfernung und dem Frequenzbereich werden in Form von Tabellen für jedes der Verfahren im Abschnitt 7 der Norm ergänzt.
Weiterhin sieht dieser Entwurf vor, den Begriff "Messplatz" an entsprechenden Stellen im Abschnitt 7 in "Messplatz für Konformitätsmessungen" zu präzisieren.
Die Internationale Norm CISPR 16-2-3 legt Anforderungen an das Messverfahren für hochfrequente gestrahlte Störaussendungen (Störfeldstärken)von elektrischen und elektronischen Geräten und Einrichtungen im Frequenzbereich 1 GHz bis 18 GHz fest. Sie wurde als EN 55016-2-3 in das europäische Normenwerk übernommen und ihre deutsche Fassung wurde als DIN EN 55016-2-3 (VDE 0877-16-2-3) veröffentlicht.