Seminar:

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten Teil 1: Fachtheorie

Grundkurs für Beschäftigte, die an das Thema „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ herangeführt werden sollen

Veranstalter: VDE VERLAG GMBH

Veranstaltungstermine:

Nr. Beginn Ende Ort
16552 12.04.2021 09:00 14.04.2021 16:00
Berlin,
VDE-Haus
Bismarckstr. 33,
10625 Berlin
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Die Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ und § 5 der Handwerksordnung erlauben es elektrofremden Handwerksbetrieben, Arbeiten an elektrischen Betriebsmitteln im festgelegten Umfang auszuführen, wenn sie mit dem eigenen Gewerk zusammenhängen oder diese sich wirtschaftlich ergänzen. Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung von elektrofremden Berufen, die als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (Efk ffT) tätig werden sollen, müssen sich elektrotechnische Kenntnisse in Theorie und Praxis vermitteln lassen. Da elektrotechnische Arbeiten zu den gefahrengeneigten Arbeiten zählen, muss die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (Efk ffT) beim Arbeiten an elektrische Anlagen auch die Gefahr des elektrischen Stroms erkennen und den Schutz vor elektrischer Gefährdung umsetzen können. Der Besuch des Seminars „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten Teil 2: Grundlagen Fachpraxis" wird durch praktische Arbeitsproben die erworbenen Kenntnisse vertiefen.
Der Seminarkomplex „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ soll den Unternehmer bei seinen Zielen unterstützen und entlasten. Bei bestandener Prüfung in Teil 2 sind noch mindestens 40 Wochenstunden betriebliche Fachausbildung in den festgelegten Tätigkeiten notwendig, die von einer Elektrofachkraft durchgeführt wird und mit einer weiteren Prüfung abgeschlossen werden muss, bevor eine Ernennung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (Efk ffT) erfolgen kann.

Seminarziel:
Vermittlung der erforderlichen Fachkunde in Anlehnung des Grundsatzes der Berufsgenossenschaft DGUV Grundsatz 303-001 (BGG 944). Fertigkeiten und fachtypische Verhaltensweisen erwerben, die bei der Arbeit an elektrischen Anlagen erforderlich sind. Gefahren beim Arbeiten an elektrischen Anlagen bewerten und beurteilen. Theoretische Grundlagen

Referent:
Dipl.-Ing. Burkhard Henski

  • Grundsätze
    • Einsatzmöglichkeiten
    • Einsatz von Arbeitskräften
    • Verantwortlichkeiten (Fach- und Führungsverantwortung)
  • Grundlagen der Elektrotechnik
    • Elektrische Spannung, Strom, Widerstand, Leistung
    • Besonderheiten bei Wechselstrom und Drehstrom
  • Der elektrische Strom als Unfallgefahr
    • Grenzwerte für die Stromwirkung auf Menschen
    • Verhaltensweisen als Unfallursache
    • Vermeidung elektrischer Unfälle
    • Unfallbeispiele
  • Geräte und Betriebsmittel in elektrischen Anlagen
    • Kabel- und Leitungstypen mit Einsatzmöglichkeiten, Aderfarben
    • Installationstechnik und deren Einsatzmöglichkeiten
    • Überstrom-, Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen
    • Anschluss- und Verbindungstechnik
  • Sicherheitsvorgaben
    • Verhaltensregeln nach gesetzlichen und normativen Vorgaben
    • Anforderungen für Werkzeug, Ausrüstung, Mess- und Prüfmittel
  • Unfallschutz zum Arbeiten an elektrischen Anlagen
    • Anforderungen aus Unfallverhütungsvorschrift und Betreibernorm
    • Erforderliche Hilfs- und Schutzausrüstung
    • Anwenden der fünf Sicherheitsregeln
    • Wiederinbetriebnahme von elektrischen Anlagen
  • Technische Schutzmaßnahmen 
    • Schutz durch IP-Schutzarten
    • Schutz gegen den elektrischen Schlag
    • Schutzklassen für Betriebsmittel, Schutz gegen den elektrischen Schlag
    • Schutz von Kabeln und Leitungen
  • Normative Anforderungen (Auswahl)
    • Grundsätze für die Elektroinstallation
    • Verlegearten und Strombelastbarkeit
    • Beleuchtungsanlagen
    • Baustellen
    • Feuchte und nasse Bereiche
Für die Tätigkeit „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ ist der Besuch des Seminars „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten Teil 2: Fachpraxis“ unbedingt erforderlich. Jeder Teilnehmer muss im Teil 2 persönlich einige Sicherheitsregeln anwenden und Montageproben zeigen. Der Teilnehmer festigt so seine eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und sein eigenes Beurteilungsvermögen.
Erst ein Unternehmensspezifischer Teil von mindestens 40 Wochenstunden im eigenen Unternehmen erfüllt die Anforderungen nach DGUV Grundsatz 303 301. Der Teilnehmer festigt so seine eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und sein eigenes Beurteilungsvermögen.