Themenfeld:
Seminarrubrik Elektrotechnik
Seminar:

Online-Seminar: Gefährdungsbeurteilung

Veranstalter:

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Die alleinige Verantwortung für den sicheren Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel obliegt nach Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), zahlreichen Unfallverhütungsvorschriften und allgemein anerkannten elektrotechnischen Regeln dem Unternehmer (Arbeitgeber, Betreiber). Frühere Aufgaben von Überwachungsorganisationen wurden im Rahmen einer ‚Deregulierung‘ auf die Unternehmen selbst übertragen, – mit tiefreichenden Folgen und Auswirkungen. Die Veränderung dieser rechtlichen Rahmenbedingungen hat auch eine Verschärfung der Haftungsbedingungen für Unternehmer und Verantwortungsträger zur Folge. Die Gefährdungsbeurteilung, gesetzlich gefordert, gilt als ein effizientes Werkzeug, um dieser übertragenen Verantwortung gerecht zu werden und um Erkenntnisse daraus praxisnah umzusetzen. Diese Veranstaltung informiert über rechtliche Hintergründe, über Methoden der Umsetzung und gibt ebenso Hilfestellungen und Tipps für die praktische Anwendung im Arbeitsalltag.

Seminarziel:
Detailliert zeigt die Veranstaltung auf, wie weitreichend gesetzliche Vorgaben in die (Elektro-)Sicherheitsorganisation der Unternehmen eingreifen und worauf Führungskräfte und Verantwortliche, gerade auch bei Arbeitsprozessen wie Gefährdungsbeurteilungen, zu achten haben. Im Seminar lernen Sie wichtige, einschlägige Normen, Vorschriften und Gesetze kennen und werden in die Lage versetzt, praxistaugliche Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen und umzusetzen. Selbstverständlich sind auch Gefährdungen zu diskutieren, die über das fachspezifische Gefährdungspotential hinaus zum beruflichen Alltag gehören können. Das Seminar bietet praxisorientierte Ansätze, um verschiedene Anlagen, Geräte und Maschinen sowie zugehörige Tätigkeiten sinnvoll in ‚Gefährdungssparten‘ (Kategorien) ähnlicher Art zusammenzufassen. Das Ziel dabei ist, möglichst viele Gefährdungen gleicher Natur oder ähnlichen Ursprungs zusammenführend zu erfassen und zu beurteilen -quasi in ‚einem Zug‘- um den hier erforderlichen Arbeitsaufwand möglichst effizient zu gestalten. Die Teilnehmer erhalten Hilfestellungen für ihre betriebliche Praxis. Damit können sie ihr tägliches Handeln kritisch hinterfragen und gleichzeitig an neue, veränderte Vorgaben des staatlichen Arbeitsschutzes anpassen und auch an diesen messen. Sie erhalten das Rüstzeug, das eigene Handeln korrekt zu reflektieren, auch im Hinblick auf Sicherheit und vorausschauende Prognostizierbarkeit.

Referent:
Dipl.-Ing. Ferdi Schlüter

Einleitung

  • Notwendigkeit, Sinn und Zweck, Beispiele dazu aus dem Alltag
  • Fragen, die nach einem Arbeitsunfall gestellt werden könnten
  • Gründe für Arbeitsschutzmaßnahmen
  • Die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Werkzeug
  • Unfallursachen, -Alltagssituationen
  • Die Gefahren des elektrischen Stromes (Auszüge) und die Gefährdungsbeurteilung als Werkzeug um diese ‚auszuhebeln‘
Rechtsgrundlagen für die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen 
  • Arbeitsschutzgesetz 
  • Betriebssicherheitsverordnung 
  • Unfallverhütungsvorschriften und Technische Regeln für Betriebssicherheit
  • Private Normen und Regeln
Praktische Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen
  • Analyse der Gesamtsituation / Standortbestimmung
  • Schritte zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung
  • Erfassung von Gefährdungen
  • Beurteilung von Gefährdungsfaktoren und -intensitäten
Maßnahmen ableiten, Dringlichkeiten prüfen und bewerten
  • Schutzmaßnahmen planen/festlegen/durchführen
  • Restrisiken analysieren und bewerten und ggf. Maßnahmen nach Dringlichkeit durchführen
Kontrolle, Weiterführung und Fortschreibung Dokumentation
  • Verschiedene Varianten und Zugriffsmöglichkeiten
  • Dokumentation als Datenbasis für Kontrollmaßnahmen
Praktische Beispiele, -auch für Checklisten und weitere Hilfsmittel (Apps) Schlussbesprechung

Das Seminar findet im virtuellen Seminarraum statt. Es sind folgende Voraussetzungen notwendig:
PC mit Breitbandzugang
USB-Headset zur besseren Kommunikation
Webcam zur persönlichen Kontaktaufnahme, falls vorhanden
 
Als angemeldeter Teilnehmer erhalten Sie per E-Mail die Zugangsdaten. Das VDE-Zertifikat erhalten Sie ebenfalls per E-Mail. Einen Aufkleber für den VDE-Pass können Sie auf Wunsch per Post zugestellt bekommen.
 
Die Seminarzeit wird gegliedert in 4 x 90 Minuten-Einheiten.