Akustische Gang-und Laufanalyse für Sport- und Medizinanwendungen

Conference: AAL-Kongress 2015 - 8. AAL-Kongress 2015
04/29/2015 - 04/30/2015 at Frankfurt/Main, Deutschland

Proceedings: 8. AAL-Kongress

Pages: 6Language: germanTyp: PDF

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Authors:
Knieling, T.; Kurylo, A.; Madhavan, V. S. Sethu; Bremes, H.-G. (Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT), DE, Fraunhoferstr. 1, 25524 Itzehoe, Deutschland)
Colsman, M.; Schillo, B. (Avisaro AG, DE, Großer Kolonnenweg 18, 30163 Hannover, Deutschland)
Struchhholz, H. (BESB GmbH, DE, Undinestr. 43, 12203 Berlin, Deutschland)
Schaffert, N.; Götze, I.; Mattes, K. (Universität Hamburg, Institut für Bewegungswissenschaft, DE, Mollerstr. 2, 20148 Hamburg, Deutschland)
Stephan, K.-M. (St. Mauritius-Therapieklinik, Strümper Str. 111, 40670 Meerbusch, Deutschland)

Abstract:
Beeinträchtigungen des menschlichen Gehens können je nach Ausprägung für den Patienten eine erhebliche Beeinträchtigung im täglichen Leben darstellen. Sie können verschiedene Ursachen wie z.B. eine Sportverletzung, Krankheiten wie Diabetes, Sauerstoffunterversorgungen des Gehirns, z.B. nach einem Schlaganfall oder nach einem Badeunfall, oder andere Erkrankungen des Nervensystems haben. Das veränderte Gehen kann im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen auf dem Laufband mit eingelassener Drucksensormatrix unter visueller Darstellung und Auswertung der plantaren Druckverteilung dargestellt werden. Dies macht jedoch ein persönliches Erscheinen des Patienten beim Arzt oder in der Klinik erforderlich und ist zeitlich beschränkt, da diese diagnostischen Laufbänder nur in wenigen Einrichtungen zu Verfügung stehen. Seit einiger Zeit werden vor allem für Sportler mobile Anwendungen für visuelle Darstellungen des Gangbildes z.B. auf dem Smartphone oder nachträglich auf dem Rechner angeboten (z.B. Systeme von Moticon(c) , Novel(c) oder Sensoria(c)), jedoch sind diese noch recht teuer und zum Teil anfällig gegenüber mechanischen, dauerhaften und sich wiederholenden Belastungen, was oft an der empfindlichen Kabelanbindung der Einlage liegt. Zudem sind sie in ihren Messfrequenzen (bis max. 100 Hz) oder in ihren Auflösungen (max. 8 Sensoren bei 100 Hz) stark eingeschränkt und damit für Laufanalysen mit höheren Schrittfrequenzen nicht geeignet. Im Gegensatz zur visuellen Darstellung erlaubt die Einbeziehung des menschlichen Gehörs auf Grund dessen Empfindlichkeit bei unbewusster Signalwahrnehmung ein schnelleres und intuitiveres Erlernen neuer Bewegungsabfolgen. Dies wurde bereits in Studien zur Optimierung des Bewegungsablaufs bei der deutschen Ruder-Nationalmannschaft, erfolgreich eingesetzt. Dieses akustische Bio-Feedback ist zudem für Patienten von Vorteil, da der enge Zusammenhang zwischen Akustik und Motorik unbewusste Adaptionen des Bewegungsablaufs erleichtert.