50 MBit/s bis 2018 – wie geht das?

Conference: Breitbandversorgung in Deutschland - 9. ITG-Fachkonferenz
04/20/2015 - 04/21/2015 at Berlin, Deutschland

Proceedings: ITG-Fb. 256: Breitbandversorgung in Deutschland

Pages: 5Language: germanTyp: PDF

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Authors:
Selle, Frank (Fa. seim & partner, 65232 Taunusstein, Deutschland)

Abstract:
Die Breitbandstrategie der Bundesregierung proklamiert eine flächendeckende Versorgung mit Bandbreiten von 50 MBit/s bis zum Jahr 2018. Dieses anspruchsvolle Ziel soll durch den Einsatz aller derzeit und zukünftig verfügbaren Technologien erreicht werden. Aber sind die derzeit durchgeführten Ausbauvorhaben überhaupt der passende Ansatz? seim & partner verfolgen die Entwicklungen im Breitbandausbau seit Jahren und sehen die Zielvorgaben insbesondere in den ländlichen Räumen nicht realisierbar. Das Festhalten an der Kupferinfrastruktur verschärft zusehends das Stadt-Land-Gefälle. Die Telekommunikationsunternehmen bauen nur in wirtschaftlich attraktiven Gebieten aus, der ländliche Raum bleibt zurück. Auch Vectoring und G.fast können dieses Problem nicht lösen. Das Problem wird durch die aktuelle Förderlandschaft weiter verschärft. Die nach wie vor fehlenden Rechtsgrundlagen blockieren Anreize für die Wirtschaft, sich auch in vermeintlich unrentablen Gebieten zu engagieren. Anhand konkreter Projektergebnisse wird aufgezeigt, welche Effekte im besten Fall mit der Aufwertung der bestehenden Kupferinfrastruktur erreicht werden könnten. Dabei wird auch ersichtlich, dass die Telekommunikationsunternehmen aktuell nicht dazu bereit sind, einen signifikanten Beitrag zum Erreichen der Zielvorgaben der Bundesregierung zu leisten. Zum anderen wird versucht darzulegen, dass die aktuellen Förderbedingungen vermutlich nicht ausreichen, um das Ziel (50 MBit/s flächendeckend bis 2018) zu erreichen.