Einsatz elektrischer Energiespeicher für die Netzregelung

Conference: Energiewende in der Stromversorgung – Systemstabilität und Systemsicherheit - 12. ETG/GMA-Tagung „Netzregelung und Systemführung“
09/26/2017 - 09/27/2017 at Berlin, Deutschland

Proceedings: ETG-Fb. 153: Energiewende in der Stromversorgung – Systemstabilität und Systemsicherheit

Pages: 7Language: germanTyp: PDF

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Authors:
Lens, Hendrik (Abteilung Stromerzeugung und Automatisierungstechnik, IFK, Universität Stuttgart, Deutschland)

Abstract:
Im Zuge der Energiewende hin zu hohen Anteilen erneuerbarer Energie wird erwartet, dass Speichersysteme eine entscheidende Rolle in verschiedenen Anwendungen spielen werden. Die schnelle Leistungs-Frequenzregelung des Netzes ist eine dieser Anwendungen, für die sich insbesondere elektrische Energiespeicher eignen. Dieser Begriff soll in diesem Beitrag auch elektrochemische Speichersysteme umfassen und wird insbesondere in Abgrenzung von stofflichen Speichern (wie beispielsweise Gasspeicher) sowie thermischen Speichern verwendet. Elektrische Energiespeicher wie Batteriespeicher oder Schwungradspeicher werden bereits heute für die FCR (Frequency Containment Reserve, auch als Primärregelung bekannt) eingesetzt. Dies geschieht sowohl in Form von Systemen hoher Leistung (> 10MW) als auch von Clustern kleinerer Batterien, um die Mindestgebotgröße von 1MW zu erreichen. Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben die bisherigen Präqualifikationskriterien um Vorgaben für den Einsatz von sogenannten „Technischen Einheiten mit Speicherbegrenzung“ für die FCR erweitert. Bei hohen Anteilen von elektrischen Speichern an der FCRVorhaltung könnten diese Vorgaben jedoch unerwünschte Effekte verursachen, die bei einem Rückgang der netzsynchronen rotierenden Massen und des Netzselbstregeleffekts umso stärker zu Tage treten.