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2.3.1.3 Stand der kommunalen Lärmaktionsplanung - unterschiedliche Vorgehensweisen und das Beispiel Berlin

Volpert, Michael; Lehming, Bernd; Heinrichs, Eckhart; Janßen, Antje; Diekmann, Horst

2010-07

2. Grundlagen des kommunalen Verkehrs

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57. Ergänzungslieferung

Ordner 1

Die in den letzten Jahren – insbesondere in den großen Städten und Ballungsräumen Europas – steigende Lärmbelastung hat die Europäische Union veranlasst, mit der Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm vom 25. Juni 2002 erstmalig Vorschriften zur systematischen Erfassung von Lärmbelastungen und zur Erstellung von Lärmaktionsplänen zu erlassen, die auch für die Kommunen verbindliche Erstellungszeitpunkte benennen. Mit der Neufassung im BImSchG hat die Lärmminderungsplanung in Deutschland einen deutlichen Bedeutungszuwachs erfahren, auch wenn die 1. Stufe der Lärmaktionsplanung noch vielfach mit erheblichen Problemen bei der Datenbereitstellung und deren Aufbereitung und mit der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Vorgehensweisen verbunden war. In einer Vielzahl von Kommunen wurden unterschiedliche Herangehensweisen zur Lärmaktionsplanung entwickelt, die der jeweils vorhandenen Lärmbelastungssituation angepasst sind sowie auf die in den Städten bestehenden Planungen aufbauen und diese mit der Lärmaktionsplanung verzahnen. Der nachfolgende Beitrag gibt einen Überblick zum Stand der Lärmaktionsplanung in Deutschland und erläutert unterschiedliche Vorgehensweisen anhand von Beispielen.

Berlin, Bundesimmissionsschutzgesetz, EG-Umgebungslärmrichtlinie, Immissionsschutz, Lärmaktionsplanung, Lärmkarte, Lärmminderungsplanung, Lärmvermeidung, Straßenverkehrslärm, Umweltqualitätsziele für Lärm, Verkehrsplanung, stadtverträgliche