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3.2.6.5 Genderbelange in der Verkehrsplanung

Krause, Juliane

2007-02

3. Verkehrspolitik, Verkehrsplanung, Verkehrssysteme, Verkehrsgestaltung

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46. Ergänzungslieferung

Ordner 2

Vor dem Hintergrund des ökonomischen und sozialen Wandels und der demografischen Entwicklung ist es geboten, sich in der Verkehrsplanung stärker mit den unterschiedlichen Lebenslagen und Mobilitätsbedürfnissen von Frauen, aber auch Kindern und Jugendlichen, zum Teil auch von älteren Menschen auseinander zu setzen mit dem Ziel der Schaffung gleichwertiger Mobilitätschancen. Es gilt einen Perspektivenwechsel vorzunehmen und die Blicke zu schärfen aufunterschiedliche Lebenslagen, Lebensstile und Strategien zur Alltagsbewältigung, die sich nicht mehr ausschließlich am biologischen Geschlecht bzw. den tradierten Rollenzuschreibungen festmachen. Dies wiederum bedeutet für alle Planenden eine größere Fokussierung auf Zielgruppen und den Prozess des Planens. Planung wird zum Prozess, der soziale und ökonomische Aspekte integriert, Betroffene zu Handelnden macht, Planer begleiten und moderieren den Prozess. Ziele sind die Schaffung und der Erhalt räumlicher Rahmenbedingungen, die die größtmögliche Vielfalt an Lebensformen zulassen, Chancengleichheit und Wahlfreiheit für individuelle Lebensgestaltung bieten. Frauen haben dabei, z.B. infolge der Mehrfachbelastung (Erwerbstätigkeit, Familienarbeit, Arbeit im sozialen Umfeld), der immer noch geringeren PKW-Verfügbarkeit, der zumeist schlechteren ökonomischen Bedingungen spezifische Mobilitätsbedingungen. Gleichzeitig sind sie aber auch Stellvertreter für andere Personengruppen mit entsprechenden Mobilitätsbedingungen.

Barrierefreie Straßenräume, Begleitmobilität, Betroffenenbeteiligung, Frauen, Raumbezüge von, Frauenmobilität, Infrastruktur, frauenrelevante, Kindgemäße Verkehrsumwelt, Mobilitätsbedürfnisse, geschlechtsspezifische, Nahmobilität, ÖPNV, Öffentlichkeitsarbeit, Planungsprozess, Stadt der kurzen Wege, Stadtspaziergänge, Verkehrsverhalten