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3.3.1.2 Arbeitsfelder und Funktion eines Fußgängerbeauftragten in einer Großstadt - am Beispiel Wuppertal

Widmann, Rainer

2003-11

3. Verkehrspolitik, Verkehrsplanung, Verkehrssysteme, Verkehrsgestaltung

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36. Ergänzungslieferung

Ordner 2

Obwohl Fußgänger einen vergleichsweise großen, häufig unterschätzten Anteil am Verkehrsgeschehen haben, ist eine für Belange der Fußgänger zuständige Stelle innerhalb der Verwaltung in Deutschland bisher einmalig (Stadt Wuppertal, Stand August 2003). Auch in Wuppertal kam diese Stelle nur zustande, weil zunächst von Teilen der Stadtratsfraktionen die Einsetzung eines Fahrradbeauftragten gewünscht wurde. Da aber Wuppertal aus der Historie heraus - vorwiegend bedingt durch seine extreme Topographie - lediglich einen Radverkehrsanteil von etwa 1 % am Modal Split aufweist, wurde von anderen Teilen der Fraktionen ein Radverkehrsbeauftragter als nicht notwendig erachtet. Als Kompromisslösung verständigten sich die 1994 im Stadtrat vertretenen Parteien auf die Benennung eines Beauftragten für nichtmotorisierten Verkehr. Der Rat der Stadt Wuppertal hat dann in seiner Sitzung am 19.12.1994 die Verwaltung beauftragt, "eine Beauftragte oder einen Beauftragten für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu benennen, der / die im Rahmen eines Managementteams u. a. die Planung und Ausweisung sicherer und attraktiver Gehwegnetze erarbeiten soll". Nach langwieriger Diskussion innerhalb der Verwaltung, wo die Stelle anzusiedeln ist und wer sie letztendlich bekleiden soll, wurde festgelegt, dass die Stelle ohne zusätzliche Personalkosten mit einer Mitarbeiterin bzw. einem Mitarbeiter aus dem Verkehrsressort besetzt werden soll.

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