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5.3.4.1 Von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam genutzte Wege

Braeuer, Dirk; Bracher, Tilman

2006-08

5. Gestaltung von Einzelanlagen des Verkehrssystems

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44. Ergänzungslieferung

Ordner 4

Großzügig gestaltete und zu Fuß unbeschwert nutzbare Wege, Plätze und Grünflächen machen Städte lebendig und lebenswert. Attraktive Radverkehrsverbindungen tragen dazu bei, dass mehr Rad gefahren und Städte vom motorisierten Verkehr entlastet werden. Radfahrer und Fußgänger bewegen sich umweltfreundlich. Eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung, die dem Leitbild autoarmer Innenstädte folgt, verlangt, beide Verkehrsarten ihren Ansprüchen gemäß zu fördern. Aber die gemeinsame Umweltfreundlichkeit darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie wegen ihrer unterschiedlichen Eigenschaften und Bedürfnisse nur bedingt verträglich sind. In der Praxis nutzen Fußgänger und Radfahrer vielfach dieselben Flächen, unabhängig von der konkreten rechtlichen Regelung oder planerischen Intention bei der Gestaltung. Rechtlich zulässig sind die Fälle, wo Flächen als gemeinsamer Fuß- und Radweg ausgeschildert sind (hier besteht für Radfahrer Benutzungspflicht), wenn Rad fahrende Kinder auf Fußwegen fahren und wenn Gehwege für den Radverkehr durch Zusatzzeichen freigegeben sind. Für das aus verkehrsrechtlicher Sicht 'illegale' Befahren von Flächen, die eigentlich dem Fußverkehr vorbehalten sind, oder für das Gehen auf Radwegen, mag es verständliche Gründe geben. Kopfsteinpflaster auf der Fahrbahn, erhebliche Fahrbahnschäden, hohes Verkehrsaufkommen oder der Wunsch, Umwege oder mehrfaches Fahrbahnqueren zu vermeiden. Auch beim Begleiten eines Rad fahrenden Kindes wählen Erwachsene oft verständlicher Weise den Gehweg, damit sie das Kind besser im Blick haben.

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