Cover DIN EN 50539-11 VDE 0675-39-11:2013-12
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DIN EN 50539-11 VDE 0675-39-11:2013-12

Überspannungsschutzgeräte für Niederspannung – Überspannungsschutzgeräte für besondere Anwendungen einschließlich Gleichspannung

Teil 11: Anforderungen und Prüfungen für Überspannungsschutzgeräte für den Einsatz in Photovoltaik-Installationen;

Deutsche Fassung EN 50539-11:2013
Art/Status: Norm, gültig
Ausgabedatum: 2013-12
VDE-Artnr.: 0600024

Inhaltsverzeichnis

Diese Norm legt die Anforderungen und Prüfungen für Überspannungsschutzgeräte (SPDs) fest, die auf der DC-Seite von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) eingesetzt werden, um vor induzierten und direkten Einwirkungen des Blitzes zu schützen. Diese Norm gilt für Geräte, die an die DC-Energiekreise von PV-Generatoren mit Spannungen bis zu 1 500 V angeschlossen werden.
Er berücksichtigt, dass PV-Generatoren:
- sich wie Strom-Generatoren verhalten,
- dass ihr Nennstrom von der Intensität des einstrahlenden Lichts abhängt,
- dass ihr Kurzschlussstrom nahezu gleich dem Nennstrom ist.
- dass durch ihre Reihen- und/oder Parallelschaltung eine große Vielfalt an Spannungen, Strömen und Leistungen im Bereich von wenigen hundert Watt (in Installationen auf Wohngebäuden) bis zu einigen Megawatt (in PV-Kraftwerken) entsteht. Die ganz besonderen elektrischen Parameter auf der DC-Seite von PV-Installationen bedingen spezifische Prüfanforderungen für SPDs. SPDs mit getrennten Eingangs-/Ausgangsklemmen, die eine Reihenimpedanz zwischen den Eingangs- und Ausgangsklemmen aufweisen (sogenannte Two-Port-SPDs nach EN 61643-11), werden momentan nicht ausreichend durch die Anforderungen dieser Norm abgedeckt und erfordern eine zusätzliche Betrachtung. Im Allgemeinen werden aus Leistungseffizienzgründen in PV-Anwendungen nur SPDs eingesetzt, die keine Reihenimpedanz zwischen den Eingangs-/Ausgangsklemmen aufweisen. SPDs, die dieser Norm genügen, sind ausschließlich für die Installation auf der DC-Seite von PV-Generatoren vorgesehen. Andere DC-Anwendungen werden nicht berücksichtigt. Es können andere Anforderungen und Prüfungen für derartige Anwendungen notwendig sein. SPDs, für die der Hersteller ein Kurzschuss-Fehlerverhalten ausweist, erfordern besondere Maßnahmen, um sicherzustellen, dass von derartigen Geräten keine Gefährdung für den Betreiber während der Wartung oder des Austausches durch möglicherweise auftretende DC-Lichtbögen entsteht.

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