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DIN VDE 0620-1 VDE 0620-1:2021-02

Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch und ähnliche Anwendungen

Teil 1: Allgemeine Anforderungen an ortsfeste Steckdosen

Art/Status: Norm, gültig
Ausgabedatum: 2021-02
VDE-Artnr.: 0600290

Diese Norm gilt für ortsfeste Steckdosen nur für Wechselstrom, mit oder ohne Schutzkontakt, mit einer Bemessungsspannung von über 50 V, aber nicht mehr als 440 V, und mit einem Bemessungsstrom, der 32 A nicht überschreitet, die für den Hausgebrauch oder ähnliche Zwecke, entweder in Innenräumen oder im Freien, vorgesehen sind.
ANMERKUNG 1 Wenn im Folgenden der Begriff Steckdose verwendet wird, ist eine ortsfeste Steckdose gemeint.
Der Bemessungsstrom ist für Steckdosen, die mit schraubenlosen Klemmen ausgestattet sind, auf 16 A begrenzt.
Diese Norm erstreckt sich nicht auf Anforderungen an Unterputz-Einbaudosen. Sie behandelt nur diejenigen Anforderungen für Aufputzdosen, die für die Prüfungen an Steckdosen notwendig sind.
ANMERKUNG 2 Allgemeine Anforderungen für Einbaudosen sind in den Normen der Reihe DIN EN 60670 (VDE 0606) angegeben.
Diese Norm gilt auch für Steckdosen, die Bestandteil eines ortsfesten Gerätes sind, sofern in der Norm für das betreffende Gerät nichts anderes angegeben ist, und für Steckdosen für erschwerte Bedingungen sowie für Steckdosen mit Zusatzfunktionen.

Dieses Normdokument ist eine Ersetzung für:
DIN VDE 0620-1/A1 VDE 0620-1/A1:2017-09
DIN VDE 0620-1 VDE 0620-1:2016-01

Gegenüber DIN VDE 0620-1 (VDE 0620-1):2016-01 und DIN VDE 0620-1/A1 (VDE 0620-1/A1):2017-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) Abschnitt 1: Anwendungsbereich
– Ausführung ohne Schutzkontakt wurde für diesen Teil gestrichen; Erweiterung Umgebungstemperatur;
b) Abschnitt 2: Normative Verweisungen
– Verweisungen DIN EN 60669-1 (VDE 0632-1):2019-03; DIN EN 60998 (VDE 613);
DIN EN 60998-2-1 (VDE 0613-2-1); DIN EN 60998-2-2 (VDE 0613-2-2);
c) Abschnitt 3: Begriffe
– wurden erweitert um Gehäuse, Abdeckungen, Steckdosen mit Zusatzfunktion;
d) Abschnitt 4: Allgemeine Anforderungen
– wurden erweitert um Anforderungen an Zusatzkomponenten;
e) Abschnitt 5: Allgemeines über die Prüfungen
– 5.2: Die für die Prüfung zu verwendenden Dosen wurden festgelegt.
– 5.4: Anzahl der Prüflinge und Reihenfolge der Prüfungen sind nun im Anhang B.
– 5.5: Der erste Satz wurde in 5.4 verschoben;
f) Abschnitt 6: Bemessungswerte sind verpflichtend, Tabelle 1 wurde geändert, 25 A (250 V) und 32 A (400/440 V) ist entfallen
– 6.1: Zusatzfunktionen dürfen mit 230 V gekennzeichnet werden; Prüfung der Steckvorrichtung erfolgt jedoch mit Bemessungsspannung 250 V.
– 6.3: Ein kleinerer Schutzgrad als IP20 ist nicht zulässig;
g) Abschnitt 7: Einteilung
– 7.1: Anstatt der Beschreibung der Schutzgrade wird nun auf DIN EN 60529 (VDE 0470-1) verwiesen.
– 7.2: Erweitert um Steckdosen mit Zusatzfunktion;
h) Abschnitt 8: Aufschriften
– 8.1: Symbol für den Schutzgrad, wenn er größer als IP20 ist.
– 8.3: Die Kennzeichnung „r“.
– 8.8: Detailliertere Beschreibung und Hinweis auf Beachtung des Datenblatts bei der Anwendung der Prüfflüssigkeit.
– 8.12: Wurde neu erstellt bezüglich Angaben zu Zusatzfunktionen;
j) Abschnitt 9: Abmessungen
– 9.1: Tabelle 2 ist entfallen, dafür wurden bei Prüfungen, Bildern und Lehren Toleranzen angegeben.
– 9.3: Wurde erweitert um Zusatzfunktionen/-komponenten;
k) Abschnitt 10: Schutz gegen elektrischen Schlag
– 10.5.1–10.5.4: Detaillierung, Untergliederung in Unterkapitel.
– 10.5.1: Lehre 13 wird nun auf alle Öffnungen angewendet, nicht nur auf die Eintrittslöcher.
– 10.5.2: Lehre 15 wird nun auch im Neuzustand geprüft.
– 10.5.4: Stift von einem Stecker wird mit einer Kraft gegen den Shutter gepresst;
l) Abschnitt 11: Schutzleiteranschluss
– 11.4: Wurde erweitert in Bezug auf die Anforderungen an „fliegende Klemmen“;
m) Abschnitt 12: Klemmen
– Im gesamten Abschnitt 12 wurden die notwendigen Prüfungen für die verschiedenen Leiterarten überarbeitet (also z. B. die Prüfungen, wenn eine Klemme sowohl für starre als auch für flexible Leiter geeignet ist).
– 12.2: In Tabelle 3 wurden fehlende Durchmesser der größten Leiter ergänzt.
– 12.2.3: Anforderung, Schrauben und Muttern dürfen nicht aus weichem oder zum Kriechen neigendem Metall bestehen.
– 12.2.5: Zusätzliche Prüfung mit flexiblem(n) Leiter(n), wenn die Steckdose nicht mit „r“ gekennzeichnet ist.
– 12.2.8: Tabelle 6 wurde zur Verdeutlichung um Skizzen erweitert.
– 12.3.7: Wurde angepasst an IEC.
– 12.3.11: Zyklenprüfung darf nun auch mit Gleichstrom durchgeführt werden.
– 12.3.12: Biegetest darf nun auch mit Gleichstrom durchgeführt werden; keine Vorbehandlung durch Alterungsprüfung nach 16.1;
n) Abschnitt 13: Aufbau der Steckdosen
– 13.4: Zusätzliche Anforderungen für Steckdosen mit schraublosen Klemmen.
– 13.18: Anmerkung wird normativ.
– 13.21: Zusätzlich Installationsrohre für Rohrgrößen-Kombinationen.
– 13.23: Konstruktionsanforderungen an Membranen ist ein Muss.
– 13.25: Ist neu, beschreibt die Anforderungen zur (Spreiz-)Befestigung der Steckdose in Dosen nach DIN 49073.
– 13.26: Anforderungen zu ortsveränderlichen Geräten wurde von 3.3 nach 13.26 verschoben.
– 13.27: Ist neu, beschreibt Anforderungen an Steckdosen mit Zusatzfunktionen;
o) Abschnitt 16: Alterungsbeständigkeit, Schutz durch Gehäuse und Beständigkeit gegen Feuchtigkeit
– 16.2: Schutz durch Gehäuse, Verweis auf die zu verwendenden Prüfwände (glatt, Ziegelwand, Ziegelwand aus PC nachgebildet).
– 16.2.1: Ergänzung der Anforderungen bei Schutzgrad IP6X.
– 16.2.2: Schutz gegen schädliches Eindringen von Wasser, Beschreibung der Schwenkrohrprüfung wurde eingearbeitet (Prüfaufbau, Positionen des Prüflings, Schwenkbereich 180°); dies erfordert keine Nachprüfung; bei unterschiedlichen Ergebnissen der beiden Verfahren gilt das Ergebnis der Schwenkrohrprüfung.
– 16.4: Alterungsbeständigkeit bei mechanischer Belastung, neue Prüfung (Wärmelagerung mit eingesteckten Steckerstiften);
p) Abschnitt 17: Isolationswiderstand und Spannungsfestigkeit
– Erweiterung für Steckdosen mit Zusatzfunktion.
– 17.2: Zusätzliche Zusätzliche Prüfung mit 4.000 V zwischen aktiven Teilen und berührbaren und nicht mit dem Schutzleiter verbundenen Oberflächen;
q) Abschnitt 19: Temperaturerhöhung
– 19.1: Wurde vollständig überarbeitet, Anforderungen für Steckdosen mit Zusatzfunktionen wurden eingearbeitet.
– 19.7: Ist neu, Steckzyklenprüfung an ortsfesten Steckdosen wurde eingefügt;
r) Abschnitt 20: Schaltvermögen
– Abschnitt 20: Es wurde festgelegt, dass das Material der Prüfsteckerstifte nicht galvanisiert sein darf und die Abmessungen wurden genauer definiert.
– Abklemmen der Zusatzfunktion, wenn sie durch die Prüfung zerstört wurde;
s) Abschnitt 21: Bestimmungsgemäßer Betrieb
– Abschnitt 21: Prüfspannung 1 500 V und 3 000 V.
– Abklemmen der Zusatzfunktion, wenn sie durch die Prüfung zerstört wurde;
t) Abschnitt 22: Stecker – Auszugskraft
– 22.1: Neue Überschrift: Prüfung der größten Stecker – Auszugskraft.
– 22.1.1: Die Prüfung der größten Abzugskraft wurde detaillierter beschrieben.
– 22.2: Tabelle 16 wurde geändert; Anforderungen für 2-polige Steckdosen entfallen.
– 22.2: Neue Überschrift: Prüfung der Haltekraft mit Einstiftlehre;
u) Abschnitt 23: Flexible Leitungen und ihr Anschluss
– In 23.3 wurde Tabelle 20 modifiziert; Angaben für Interpolation sind entfallen;
v) Abschnitt 24: Mechanische Festigkeit
– 24.1: Alternatives Schlagprüfgerät nach DIN EN 60068-2-78 ist zulässig.
– In 24.8 wird nun auf die Prüfungen nach 10.5.4 verwiesen.
– 24.20: Erweiterungen der Anwendung (auch für Steckdosen mit Klappdeckel mit erhöhtem Schutz);
neu: Geschwindigkeit von maximal 30 Öffnungen je Minute; dies erfordert keine Nachprüfung.
– 24.21: Definition Zugrichtung konkretisiert;
w) Abschnitt 25: Wärmebeständigkeit
– Dekorative Teile definiert.
– 25.1: Komplettes Gerät in Wärmeschrank;
x) Abschnitt 26: Schrauben, stromführende Teile und Verbindungen
– 26.1: Schrauben und Muttern, die Kontaktkraft übertragen und nicht in Abschnitt 12.2 geprüft werden, müssen aus Metall sein und müssen in Metallgewinde eingreifen.
– 26.3: Zwillingsleitungen (Lahnlitze) sind nicht zulässig.
– 26.8: Anforderungen zu Lötverbindungen innerer Leitungen;
y) Anhang „B“: Zusammenfassung der für die Prüfungen benötigten Prüflinge
– Anhang wurde vollständig neu erstellt und ersetzt nun die Angaben aus bisher 5.4;
aa) Anhang „E“: Sicherheitshinweise
– Im Anhang „E“ wurde das Symbol gemäß IEC 60417-6182 (Elektromännchen) hinzugefügt;
bb) Bilder und Lehren
– Nahezu alle Bilder und Lehren wurden überarbeitet, Toleranzen und Rauigkeiten (Rz) hinzugefügt;
dies erfordert keine Nachprüfung mit den Lehren.
– Bild 13 neu b und c Prüfwand aus PC uneben und Prüfwand PC glatt.
– Bild 16a Prüfstecker 2P+PE AC 16A neu mit Bohrung für Temperatursensoren.
– Bild 16a und 16b neuer Text für Prüfung von Produkten mit Zusatzfunktion.
– Bild 16c neuer Text für Prüfung von Produkten mit Zusatzfunktion.
– Bild 44 neu Prüfanordnung IP44.
– Bild 45 neue Beispiele für Steckdosen.
– Bild 46a neu Bestimmung der Richtung der anzuwendenden Kräfte.
– Bild 46b neu Richtung für die Zugkraft am Leiter 30 N, 1 min.
– Bild 48 neu Vorrichtung zur Spreizkrallenprüfung.

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