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DIN EN 62552-1 VDE 0705-2552-1:2021-06

Haushaltskühlgeräte – Eigenschaften und Prüfverfahren

Teil 1: Allgemeine Anforderungen

(IEC 62552-1:2015, modifiziert); Deutsche Fassung EN 62552-1:2020
Art/Status: Norm, gültig
Ausgabedatum: 2021-06
VDE-Artnr.: 0701310

Diese Internationale Norm bestimmt die grundlegenden Eigenschaften von Kühlgeräten, die durch interne natürliche Konvektion oder durch Gebläse gekühlt werden, und schafft Prüfverfahren, um diese Eigenschaften zu überprüfen. Für den Zweck der Deklaration sind die Prüfverfahren, die in dieser Norm betrachtet werden, die Musterprüfverfahren zur Bewertung der grundlegenden Gestaltung und des grundlegenden Betriebs eines Kühlgeräts.
Diese Norm bestimmt keine Anforderungen an die Stichprobenprüfung, an das Conformity Assessment oder an die Zertifizierung.
Diese Norm bestimmt kein System zur Prüfverifikation aufgrund der unterschiedlichen regionalen und länderspezifischen Begebenheiten. Wenn es nötig ist, dass die Leistungsfähigkeit eines bestimmten Kühlgerätes in Bezug auf diese Norm verifiziert werden muss, ist es vorzuziehen, alle spezifischen Prüfungen, wenn möglich, an einem einzelnen Gerät durchzuführen. Die Prüfungen von einzelnen bestimmten Eigenschaften können auch an mehreren Geräten durchgeführt werden.
Diese Norm ist in drei Teile unterteilt. Teil 1 beschreibt Definitionen und allgemeine Aspekte, Teil 2 beschreibt die Anforderungen zur Leistungsfähigkeit und Teil 3 beschreibt die Bestimmung der Rauminhalte und des Energieverbrauchs.
Dieser Teil legt die grundlegenden Eigenschaften von Kühlgeräten, die durch interne natürliche Konvektion oder durch Gebläse gekühlt werden, und Prüfverfahren zur Überprüfung dieser Eigenschaften fest.

Dieses Normdokument ist eine Ersetzung für:
DIN EN 62552 VDE 0705-2552:2013-10

Gegenüber DIN EN 62552 (VDE 0705-2552):2013-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) alle Teile der Norm wurden weitgehend umgeschrieben und aktualisiert, um neuen Prüfungsanforderungen, neuen Produktkonfigurationen, dem Aufkommen elektronischer Produktregler und computergestützter Datenerfassungs- und Verarbeitungseinrichtungen für Prüfräume gerecht zu werden;
b) in Teil 1 (diesem Teil) gibt es einige Änderungen der Spezifikationen der Prüfraumeinrichtungen und des Prüfaufbaus, um insbesondere beim Prüfen mehrerer Geräte in einem einzigen Prüfraum für zusätzliche Flexibilität zu sorgen;
c) für eine effizientere Analyse und zur besseren Charakterisierung der wichtigsten Produkteigenschaften unter verschiedenen Betriebsbedingungen sind die Prüfdaten aus vielen der Energieprüfungen in Teil 3 jetzt in Komponenten aufgeteilt (z. B. stationärer Betrieb und Abtau- und Erholungsvorgänge). Die Herangehensweise zur Bestimmung des Energieverbrauchs wurde vollständig überarbeitet, wobei nun viele interne Überprüfungen einbezogen sind, um sicherzustellen, dass die Daten, die den Anforderungen der Norm entsprechen, so genau wie möglich und von hoher Qualität sind;
d) Teil 3 bietet nun ein Verfahren zur Quantifizierung jeder der relevanten Energiekomponenten sowie Ansätze, wie diese kombiniert werden können, um die Energie unter verschiedenen Bedingungen abzuschätzen, in der Erwartung, dass verschiedene Regionen Komponenten und Gewichtungen auswählen werden, die bei der Festlegung sowohl ihrer lokalen Leistungs- als auch ihrer Energieeffizienzkriterien am besten anwendbar sind, wobei ein einziger Satz globaler Prüfmessungen verwendet wird;
e) für Energieverbrauchsmessungen in Teil 3 ist in keinem Fach eine thermische Masse (Prüfpakete) enthalten, und die Fachtemperaturen beruhen auf dem Mittelwert der Lufttemperatursensoren (verglichen mit der Temperatur im wärmsten Prüfpaket). Es gibt auch erhebliche Unterschiede in der Position der Temperatursensoren in Nicht-Tiefkühlfächern;
f) die Energieverbrauchsprüfung in Teil 3 hat jetzt zwei festgelegte Umgebungstemperaturen (16 °C und 32 °C);
g) während in Teil 2 noch Prüfpakete für die Lagerprüfung verwendet werden, um die Leistungsfähigkeit unter verschiedenen Betriebsbedingungen zu bestätigen, wurden sie in Teil 1 auf eine Größe (100 mm x 100 mm x 50 mm) standardisiert, um die Beladung zu vereinfachen und die Prüfvariabilität zu verringern. Ein Freiraum von mindestens 15 mm zwischen den Prüfpaketen und der Auskleidung des Fachs ist jetzt festgelegt;
h) eine Prüfung der Energieeffizienz beim Abkühlen der Last wurde in Teil 3 hinzugefügt;
i) eine Prüfung der Energieeffizienz für Eisbereiter mit Wassertank wurde in Teil 3 hinzugefügt;
j) eine Prüfung des Kühlvermögens wurde in Teil 2 hinzugefügt;
k) eine Prüfung des Herunterkühlens wurde in Teil 2 hinzugefügt;
l) Messverfahren für die Fläche von Einlegeböden und das Lagervolumen sind nicht mehr enthalten. In Teil 3 wurde die Messung des Rauminhalts überarbeitet, der nun den gesamten inneren Rauminhalt umfasst, wobei nur die für den einwandfreien Betrieb des Kühlsystems erforderlichen Komponenten als vorhanden angesehen werden;
m) Prüfungen (sowohl Leistungsfähigkeit (Teil 2), als auch Energieverbrauch (Teil 3) für Weinlagergeräte wurden hinzugefügt;
n) Abschnitt D.2 „Position der Sensoren“ wurde vollständig geändert;
o) Anhang F „Prüfbericht“ wurde vollständig geändert;
p) Anhänge ZA und ZB wurden vollständig geändert;
q) Anhang ZZ wurde gestrichen und dafür die Anhänge ZZA und ZZB neu hinzugefügt.

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