Cover DIN EN 61280-2-12 VDE 0885-802-12:2015-03
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DIN EN 61280-2-12 VDE 0885-802-12:2015-03

Prüfverfahren für Lichtwellenleiter-Kommunikationssysteme

Teil 2-12: Digitale Systeme – Messungen von Augendiagrammen und des Q-Faktors mit einem Software-Triggerverfahren für die Qualitätsbewertung von Übertragungssignalen

(IEC 61280-2-12:2014); Deutsche Fassung EN 61280-2-12:2014
Art/Status: Norm, gültig
Ausgabedatum: 2015-03
VDE-Artnr.: 0800220

Inhaltsverzeichnis

Die Überwachung der Signalqualität ist ein wichtiger Aspekt für den Betrieb und die Wartung optischer Transportnetze (OTN). Aus der Sicht des Netzbetreibers sind Überwachungstechniken erforderlich, um Verbindungen herzustellen, Schutzfunktionen einzurichten, eine Wiederherstellung und/oder Dienstleistungsverarbeitung zu ermöglichen. Damit diese Funktionen möglich sind, sollten die verwendeten Überwachungstechniken bestimmte allgemeine Anforderungen erfüllen: In-Betrieb-Messung (unterbrechungsfreie Messung), Erkennung der Signalverschlechterung (sowohl Abbau des SNR als auch Verzerrung der Wellenform), Fehlerortung (Ortung beeinträchtigter Abschnitte oder Knoten), Transparenz und Skalierbarkeit (unabhängig von der Signalbitrate und den Signalformaten) und Einfachheit (geringe Größe und niedrige Kosten).
Es gibt mehrere Ansätze unter Anwendung der Analog- sowie der Digitaltechnik zur Erkennung verschiedener Beeinträchtigungen: Ermittlung der Bitfehlerrate (BER), Fehlerblockerkennung, Messung der optischen Leistung, Ermittlung des optischen SNR mit Spektrummessung, Pilottonerkennung, Überwachung des Q-Faktor, Ermittlung der Pseudo-BER mit zwei Entscheidungsschaltungen und Auswertung des Histogramms mit Messung des synchronen Augendiagramms. Ein grundlegender Überwachungsparameter für das Betriebsverhalten jedes digitalen Übertragungssystems ist seine Strecken-BER. Die BER kann jedoch nur mit BER-Messungen bei unterbrochenem Betrieb mit einem bekannten Prüfbitmuster anstelle des richtigen Signals bewertet werden. Andererseits können In-Betrieb-Messungen nur eine grobe Schätzung durch Messung digitaler Parameter (z. B. BER-Ermittlung, Fehlerblockerkennung und Fehlerzählung bei der Vorwärtsfehlerkorrektur) oder analoger Parameter (z. B. optisches SNR und Q-Faktor) liefern.
In dieser Norm wird das Verfahren zur Messung von Augendiagrammen und des Q-Faktors von optischen Übertragungssignalen (RZ oder NRZ) mit dem Verfahren der Softwaretriggerung beschrieben.