Cover DIN EN 50561-3 VDE 0878-561-3:2016-11
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DIN EN 50561-3 VDE 0878-561-3:2016-11

Kommunikationsgeräte auf elektrischen Niederspannungsnetzen – Funkstöreigenschaften – Grenzwerte und Messverfahren

Teil 3: Geräte für Frequenzen über 30 MHz;

Deutsche Fassung EN 50561-3:2016
Art/Status: Norm, gültig
Ausgabedatum: 2016-11
VDE-Artnr.: 0800362

Inhaltsverzeichnis

Diese Norm enthält die deutsche Fassung der Europäischen Norm EN 50561-3:2016 und enthält Grenzwerte und Verfahren zur Messung der Funkstöreigenschaften von Kommunikationsgeräten zur In-Haus-Nutzung, die elektrische Niederspannungsnetze als Übertragungsmedium nutzen. Sie gilt für Geräte, die den Frequenzbereich oberhalb 30 MHz zur Informationsübertragung nutzen, wobei davon ausgegangen wird, dass die in dieser Norm festgelegten Aussendungsgrenzwerte die Informationsübertragung wirksam auf Frequenzen unterhalb bis 87,5 MHz begrenzen. Es werden Verfahren für die Messung von leitungsgeführten und gestrahlten Störaussendungen, die durch die genannten Geräte erzeugt werden, und Störaussendungsgrenzwerte für den Frequenzbereich 9 kHz bis 400 GHz festgelegt. Für den Sendebetrieb des PLC-Geräts werden ferner auf das Nutzsignal bezogene Grenzwerte als Höchstwerte der unsymmetrischen Sendepegel zwischen 30 MHz und 87,5 MHz, die zwischen zwei Phasenleitern oder zwischen Phasen- und Neutalleiter eingespeist werden, festgelegt, die der Vermeidung von Störungen anderer Dienste durch die Nutzaussendung dienen. Diese Maximalwerte werden zum Schutz von besonderen Diensten, die in bestimmten Frequenzbändern arbeiten, abgesenkt; die betreffenden Frequenzbänder sind in dieser Norm im Anhang A aufgeführt. Messungen sind nicht erforderlich bei den Frequenzen, für die keine Grenzwerte festgelegt sind.
Im Anhang B dieser Norm wird ein Beispiel für eine Messanordnung beschrieben. Für die Beurteilung der durch ein PLC-Modem in das Stromversorgungsnetz eingespeisten Signale musste ein neues Netzwerk definiert werden. Die üblicherweise benutzte Stromversorgungs-Netznachbildung hat sich für diese Messungen nicht als geeignet, erwiesen da sie nur für Messungen bis zur Messfrequenz 30 MHz definiert ist und ein Tiefpassverhalten gegenüber Signalen vom Stromversorgungsnetz zum Prüfling aufweist, das einen Messaufbau für Messungen an PLC-Geräten (mit Betriebsfrequenzen oberhalb 30 MHz) nachteilig beeinflussen kann.
Im Anhang C dieser Norm wird eine Begründung für die in ihr enthaltenen messtechnischen Festlegungen gegeben, die zum einen die üblichen Messungen der leitungsgeführten Aussendungen an Wechselstrom- und Telekommunikationsanschlüssen sowie der gestrahlten Aussendungen nach DIN EN 55022 (VDE 0878-22) oder DIN EN 55032 (VDE 0878-32) umfassen und zum anderen Messungen am PLC-Anschluss des Geräts vorsehen.