Cover E DIN IEC/TR 62681 VDE 0210-99:2018-07
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E DIN IEC/TR 62681 VDE 0210-99:2018-07

Elektromagnetisches Betriebsverhalten von Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs(HGÜ)-Freileitungen

(IEC 115/180/CD:2018); Text Deutsch und Englisch
Art/Status: Norm-Entwurf, gültig
Ausgabedatum: 2018-07   Erscheinungsdatum: 2018-06-15
VDE-Artnr.: 1200040
Ende der Einspruchsfrist: 2018-08-15

Inhaltsverzeichnis

In der Umgebung von Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs(HGÜ-)leitungen werden elektrische Felder und magnetische Felder erzeugt. Wenn das elektrische Feld an der Oberfläche des Leiters einen bestimmten Wert überschreitet, der als der Koronaeinsatzgradient bezeichnet wird, gehen vom Leiter positive oder negative freie Ladungen aus, die mit der Umgebungsluft in Wechselwirkung treten, was zu einer Ionisierung der umgebenden Luftschicht und damit zu Koronaentladungen führt. Eine solche Koronaentladung bringt nicht nur Koronaverluste, sondern auch Folgen für die Umwelt mit sich.
Zu den wichtigsten Parametern für die Beschreibung des elektromagnetischen Betriebsverhaltens einer HGÜ-Leitung gehören:
1) das elektrische Feld;
2) der Ionenstrom;
3) das magnetische Feld;
4) Funkstörungen;
5) hörbare Geräusche.
Um diese Parameter über Jahre innerhalb eines vernünftigen und annehmbaren Bereiches steuern zu können, wurden in vielen Ländern umfangreiche theoretische und experimentelle Forschungen durchgeführt und entsprechende Nationale oder unternehmensinterne Normen entwickelt.
Der vorliegende Technische Bericht fasst den Stand der Untersuchungen und des Fortschritts bezüglich der elektrischen Felder, des Ionenstroms, der magnetischen Felder, der Funkstörungen und der hörbaren Geräusche von HGÜ-Leitungen zusammen.
Falls in einem Land noch keine Regelungen zum Bewertungsverfahren und/oder zu den für Umweltthemen geltenden Kriterien bestehen, können Ingenieure in diesem Land auf den vorliegenden Technischen Bericht Bezug nehmen, um:
- den sicheren Betrieb von HGÜ-Leitungen sicherzustell n;
- die Auswirkungen auf die Umwelt innerhalb annehmbarer Grenzwerte zu halten; und
- den Entwicklungs- und Konstruktionsaufwand zu optimieren.