VDE-Anwendungsregeln

VDE-Anwendungsregeln verbinden die Vorteile der Normung durch das Festlegen von Standards mit einem schnellen Entstehungsprozess, wie er insbesondere bei dynamischen Zukunftsmärkten - bspw. der Elektromobilität - notwendig ist.

In Bereichen, in denen ein länger andauernder Normungsprozess den technischen Fortschritt verzögert, wie das zum Beispiel in dynamischen Zukunftsmärkten wie der Elektromobilität oder der Informations- und Telekommunikationstechnologie (IKT) der Fall ist, wird eine kurzfristige Veröffentlichungsform für Standards notwendig.

Diese Möglichkeit bietet die VDE-Anwendungsregel. Sie kann durch jedermann initiiert werden und innerhalb von zwei bis drei Monaten publiziert sein. Bevor eine VDE-Anwendungsregel jedoch in das VDE-Vorschriftenwerk aufgenommen wird, müssen die Anforderungen erfüllt sein, die als Kriterien in der Satzung für das VDE-Vorschriftenwerk (VDE 0022) aufgeführt sind.

Hierzu gehören Festlegungen über die Abwendung von Gefahren für Menschen, Tiere und Umwelt, die sich beispielweise aus elektrischen Spannungen und Strömen oder anderen elektrischen Gefahrenquellen ergeben. Darüber hinaus muss ein öffentliches Einspruchsverfahren durchgeführt worden sein oder mindestens ein Komitee den Inhalt der VDE-Anwendungsregeln autorisiert haben.

 

VDE-Anwendungsregeln sind wie Normen Handlungsempfehlungen, die den Stand der Technik und ein Mindestniveau an Sicherheit definieren. Das Anwenden dieser Schriftstücke geschieht auf freiwilliger Basis.

 

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