Open Access für öffentlich geförderte Glasfasernetze - Auswahl des Netzbetreibers - Vorgehensweise und erste Erfahrungen

Konferenz: Kommunikationskabelnetze - 17. ITG-Fachtagung
14.12.2010 - 15.12.2010 in Köln, Deutschland

Tagungsband: Kommunikationskabelnetze

Seiten: 4Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Seim, Kai (seim & partner, Im Sonnental 9, 65232 Taunusstein, Deutschland)

Inhalt:
Zum heutigen Stand (Ende 2010) fehlen breite Erfahrungen, wie Open Access technisch, kommerziell und juristisch umgesetzt werden kann, bzw. muss. Die ersten Projekterfahrungen liegen vor. Die gute Nachricht: es gibt Lösungen. Insbesondere hinsichtlich der technischen Ausgestaltung sehen wir derzeit die geringsten Probleme. Ähnliches gilt für die juristische und kommerzielle Ausgestaltung. Völlig offen sind aus unserer Sicht aber die betrieblichen Abläufe. Da die bisher (insbesondere mittels Förderung) realisierten Glasfaseranschlussnetze vergleichsweise geringe Anschlusszahlen haben, fehlt bisher die kritische Masse für die etablierten Betreiber. Für die kleineren Unternehmen bedeutet dies die Chance für den Markteintritt. Da aber auch die "Kleinen" insbesondere hinsichtlich der Dienste auf die "Großen" angewiesen sind, ist es wichtig, Standards für die Themen "Bereitstellung", "Entstörung", "Abrechnung" und "Änderung" festzulegen. Dafür sprechen nicht nur kommerzielle Gründe. Die Branche (also wir) läuft sonst Gefahr, die großen Versprechungen der neuen Technik im Tagesgeschäft vor Ort beim Kunden zu konterkarieren und gefährdet damit letztlich den Erfolg der neuen Netze.