Marktintegration von Elektrizitätsspeichern

Konferenz: Internationaler ETG-Kongress 2011 -
08.11.2011 - 09.11.2011 in Würzburg, Deutschland

Tagungsband: Internationaler ETG-Kongress 2011

Seiten: 7Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Ehlers, Niels; Erdmann, Georg (Fachgebiet Energiesysteme der TU Berlin, Deutschland)

Inhalt:
Durch die großzügige Förderung der Erneuerbaren Stromerzeugung erfolgt in Deutschland ein unerwartet starker Zubau von Wind- und Photovoltaik-Anlagen. Die fluktuierende und nicht beliebig kontrollierbare Stromerzeugung genießt das Recht der vorrangigen Netzeinspeisung und reduziert die Residuallast, die eine entscheidende Determinante für den Strompreis am Day-ahead-Markt ist. Unter den zur Deckung der Residuallast erforderlichen Kraftwerken bestimmt dasjenige mit den höchsten Grenzkosten den jeweiligen Strompreis. Durch den weiteren Zubau von erneuerbaren Stromerzeugungskapazitäten werden sich die tageszeitlichen Schwankungen der Residuallast und damit auch die Preisfluktuationen erheblich ausweiten. Der Beitrag untersucht, inwiefern die Nutzung der Preisschwankungen (Preis-Spread) aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht die Finanzierung neuer Speicher erlaubt. Dabei wird auch der so genannte Kanibalisierungs-Effekt angesprochen, dem zufolge der zur Speicherfinanzierung notwendige Preis-Spread mit steigender Speicherkapazität schrumpft. Die damit verbundenen Hemmnisse privatwirtschaftlicher Speicherinvestitionen können durch den Einsatz von Optionen und anderen Derivaten zumindest teilweise kompensiert werden. Entsprechende Märkte können also dazu beitragen, dass die Integration intermittierender Stromerzeugungsanlagen durch den Speicherzubau - als eine unter mehreren Alternativen - auch ohne Subventionen erreichbar ist.