Konfiguration einer Notruf- und Servicesäule

Konferenz: Wohnen – Pflege – Teilhabe – „Besser leben durch Technik“ - 7. Deutscher AAL-Kongress mit Ausstellung
21.01.2014 - 22.01.2014 in Berlin, Deutschland

Tagungsband: Wohnen – Pflege – Teilhabe "Besser leben durch Technik"

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

Persönliche VDE-Mitglieder erhalten auf diesen Artikel 10% Rabatt

Autoren:
Lambacher, Oliver; Howe, Jürgen; Nitsch, Manuela; Szarvas, Ildiko (Technische Universität Braunschweig, Deutschland)
Gökçeoglu, Arife (Izmir Ekonomi Üniversitesi)

Inhalt:
Hintergrund: Das Ziel dieser Untersuchung ist die empirische Konfiguration einer Notruf- und Servicesäule. Damit sollen neueste Entwicklungen der Kommunikationstechnologie stationär im öffentlichen Raum zugänglich gemacht werden für Personengruppen, die aus unterschiedlichsten Gründen kaum mobile Geräte benutzen, wie z. B. Smartphones. Zu dieser Personengruppe gehören insbesondere ältere Menschen. Fragestellung: Welche Funktionen und welche technische Ausstattung sich potentielle Nutzer wünschen, ist die zentrale Fragestellung. Weiterhin ist von Interesse, welche unterschiedlichen Anforderungen jüngere und ältere Menschen haben. Methode: Eine Voruntersuchung, in der bei N=10 älteren Teilnehmern qualitative Interviews durchgeführt wurden, diente zur Entwicklung eines geeigneten Fragebogens. An der Hauptuntersuchung nahmen insgesamt N=459 Personen sowohl aus Deutschland (N=239) als auch aus der Türkei (N=220) teil. Zur Analyse der Daten wurden geplante Vergleiche verwendet. Aus statistischen Gründen erfolgte die Berechnung mit drei unterschiedlichen Altersgruppen mit einer Besetzung von N=70 Teilnehmern pro Gruppe. Ergebnisse: Eine Notruf- und Servicesäule wurde von 86.3% der Teilnehmer als sinnvoll erachtet. Während Jüngere an einem breiten Funktionsumfang interessiert sind, präferieren Ältere größtenteils die Bereiche Gesundheit und Sicherheit. Schlussfolgerungen: Es ist notwendig, den Bedarf von Anwendungen neuer Kommunikationstechnologien auch für stationäre Geräte zu erfassen. Zukünftige Nutzer, insbesondere ältere Menschen, sollten in den Entwicklungsprozess technischer Systeme einbezogen werden. Das sichert die Akzeptanz und eine zielgruppengerechte Konfiguration.