Wissenslücken schließen: Das Zertifikatsprogramm „Ambient Assisted Living“ – Gerontologie, Assistive Technologien, Pflegewissenschaft (GAP)

Konferenz: Wohnen – Pflege – Teilhabe – „Besser leben durch Technik“ - 7. Deutscher AAL-Kongress mit Ausstellung
21.01.2014 - 22.01.2014 in Berlin, Deutschland

Tagungsband: Wohnen – Pflege – Teilhabe "Besser leben durch Technik"

Seiten: 5Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Künemund, Harald; Fachinger, Uwe; Tessmer, Jana (Universität Vechta, Institut für Gerontologie, Driverstr. 22, 49377 Vechta)
Remmers, Hartmut; Grundmann, Johannes; Hülsken-Giesler, Manfred (Universität Osnabrück, Fachgebiet Pflegewissenschaft, Albrechtsstr. 28, 49076 Osnabrück)
Wallhoff, Frank; Hoffmann, Lena (Jade Hochschule Oldenburg, Institut für Technische Assistenzsysteme, Ofener Str. 16/19, 26121 Oldenburg)

Inhalt:
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem erwarteten Mangel an informellen und professionellen Unterstützungspersonen hat die Entwicklung von technischen Assistenzsystemen zur Begleitung und Versorgung der zunehmenden Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen in jüngster Zeit einen enormen Aufschwung erfahren. Berufliche Akteure, die mit der Entwicklung, der facettenreichen Implementation und dem Einsatz von AAL-Technologien im Versorgungskontext befasst sind, benötigen Grundlagenwissen im Bereich der Gerontologie, Kenntnisse der Methoden der Nutzereinbindung und Evaluation, medizinisch-pflegerische Grundkenntnisse wie auch technisches Basiswissen. Das berufsbegleitende hochschulische Zertifikatsprogramm der Universitäten Vechta und Osnabrück sowie der Jade Hochschule Oldenburg versetzt Akteure aus den relevanten beruflichen Tätigkeitsfeldern in die Lage, ihr berufliches Handeln an aktuellen Erkenntnissen der technischen Entwicklung sowie der bezugswissenschaftlichen Forschung aus Gerontologie und Pflegewissenschaft auszurichten und zugleich erweiterte Aspekte ethischer und rechtlicher Problemlagen zu berücksichtigen. Für das Programm wurden sechs inhaltlich eigenständige Module entwickelt. Die erforderlichen Kompetenzen sollen im Anschluss an bereits vorhandene Wissensbestände fallorientiert erschlossen und mit Blick auf die konkrete berufliche Handlungspraxis der Akteure multiperspektivisch reflektiert und erprobt werden. Dies erfolgt in Präsenz- und onlinegestützten Selbstlernphasen. Die ersten Module werden im Januar 2014 an der Universität Vechta im Rahmen einer Pilotstudie angeboten. Direkt im Anschluss folgen die Module der Universität Osnabrück sowie der Jade Hochschule Oldenburg. Anschließend werden die Maßnahmen inhaltlich, didaktisch und organisationell evaluiert und bewertet und gegebenenfalls überarbeitet, um die Implementation nachhaltiger Strukturen zur selbsttragenden Fortführung und permanenten Aktualisierung der Programminhalte sicherzustellen. Das Projekt lässt vor allem in das Themenfeld: „Gesundheitliche und pflegerische Versorgung“ in Bezug auf „Ausbildung und neue Qualifizierungsmaßnahmen für AAL-Nutzer und Anwender“ einordnen.