Aktives Energiemanagement in Wohnsiedlungen mit dezentraler regenerativer Erzeugung und Speichereinheiten

Konferenz: VDE-Kongress 2014 - Smart Cities – Intelligente Lösungen für das Leben in der Zukunft
20.10.2014 - 21.10.2014 in Frankfurt am Main, Deutschland

Tagungsband: VDE-Kongress 2014 – Smart Cities

Seiten: 5Sprache: DeutschTyp: PDF

Persönliche VDE-Mitglieder erhalten auf diesen Artikel 10% Rabatt

Autoren:
Neusel-Lange, Nils; Oerter, Christian; Zdrallek, Markus (Bergische Universität Wuppertal, Deutschland)
Friedrich, Wolfgang (Bilfinger Mauell GmbH, Deutschland)
Stiebel, Jochen (Neue Effizienz – Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH, Deutschland)
Lange, Georg (Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V., Deutschland)

Inhalt:
Im vorliegenden Aufsatz wird ein neuartiges Konzept eines aktiven Energiemanagementsystems für Wohnsiedlungen vorgestellt. Dazu wird zunächst eine Schnittstelle zwischen Smart-Grid- und Smart-Home-Systemen beschrieben, die die Grundlage für ein aktives Siedlungsmanagement darstellt, welches nicht nur einzelne Wohnobjekte, sondern das Zusammenspiel von benachbarten Gebäuden einer Wohnsiedlung, regenerativen Einspeisern, lokalen Energiespeichern, zusätzlichen Verbrauchern und der aktuell verfügbaren Netzkapazität berücksichtigt. Grundsätzlich bieten sich mehrere Möglichkeiten an, von den einzelnen Häusern durch dezentrale Erzeugungsanlagen bereitgestellte Energie zu nutzen: Neben der üblichen Einspeisung in öffentliche Netze bietet sich eine Übertragung der überschüssigen Kapazitäten in die Nachbarschaft an. Gelingt dies nicht, ist auch eine Speicherung der Überkapazitäten innerhalb einzelner Häuser oder zentral in einem Speicher für die gesamte Siedlung denkbar. Zudem können ungenutzte Strommengen auch über zusätzliche Verbraucher abgeführt werden, z.B. über Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Ein intelligenter Lastenausgleich zwischen Erzeugern und Verbrauchern mit entsprechender Speicherkapazität regelt die Siedlung intern, Schnittstellen zum überlagerten örtlichen Stromverteilungsnetz koordinieren Über- oder Unterkapazitäten. Auch die Straßenbeleuchtung und Elektrotankstellen können mitversorgt werden. Dabei muss grundsätzlich die Kapazität des Energieversorgungsnetzes berücksichtigt werden.