IKT-Anbindung für gesteuertes Laden unter Berücksichtigung von Last- und Erzeugungskapazitäten

Konferenz: VDE-Kongress 2014 - Smart Cities – Intelligente Lösungen für das Leben in der Zukunft
20.10.2014 - 21.10.2014 in Frankfurt am Main, Deutschland

Tagungsband: VDE-Kongress 2014 – Smart Cities

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Mummel, Jan; Diekmann, Stephan; Kurrat, Michael; Engel, Bernd (TU Braunschweig, Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen – elenia, Braunschweig, Deutschland)

Inhalt:
Eine Millionen Elektrofahrzeuge im Jahre 2020, das ist das Ziel der Bundesregierung. Obwohl die geplante Marktphase erst dieses Jahr beginnt, mehren sich bereits die kritischen Stimmen. Die Elektromobilität kränkelt in vielen Punkten. Hohe Anschaffungskosten, Reichweitenprobleme sowie eine fehlende einheitliche und flächendeckende Ladeinfrastruktur sind nur ein Auszug der aktuellen Herausforderungen. Die fortgeschrittenen Standardisierungsbemühungen bilden mit der Entscheidung für den Typ 2 Stecker beim AC-Laden sowie das Combined Charging Standard (CCS) System beim DC-Schnellladen die Grundlage für eine zukünftig einheitliche Ladeinfrastruktur und somit einen guten Ansatz zur Erreichung der gesteckten Ziele. Eine intelligente Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladeinfra-struktur wird aktuell in der sich in der Entwicklung befindenden ISO 15118 berücksichtigt. Trotz aller Bemühungen stellt sich aber die Frage, wie die unterschiedlichen Generationen der Fahrzeuge gezielt ins Netz integriert werden kön-nen. Es befinden sich zum jetzigen Zeitpunkt viele Fahrzeuge mit unterschiedlichen Ladevarianten auf den Straßen. Die Anpassung an die inzwischen festgelegten oder zukünftigen Standards wäre kostspielig. Auch auf der Infrastrukturseite wäre mit erheblichen Kosten für eine Nachrüstung gemäß der ISO 15118 Anforderung zu rechnen. Um die Early-Adopter der neuen Technologie nicht abzuschrecken, ist es daher notwendig, neue Konzepte für die Integration der Elektrofahrzeuge zu entwickeln, die sowohl mit aktuellen als auch mit zukünftigen Fahrzeugen sowie Ladeinfrastrukturkomponenten umgesetzt werden können. Dieser Beitrag beschreibt ein Ladekonzept, welches Nutzeranforderungen, Erzeugungs- sowie Lastkapazitäten berücksichtigt, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Das Ladekonzept ist so aufgebaut, dass neben öffentlichen Ladepunkten und halböffentlichen Ladepunkten für Firmenflotten auch private Ladepunkte gesteuert werden können. Die Erprobung der Ladesteuerung für halböffentliche und private Ladepunkte findet unter anderem im Rahmen der Projekte Fleets Go Green und BASIS (Building Automation durch ein skalierbares und intelligentes System) statt.