Sensitivitäten von Netzausbaumaßnahmen durch den Anschluss von PV-Anlagen an das Niederspannungsnetz

Konferenz: VDE-Kongress 2014 - Smart Cities – Intelligente Lösungen für das Leben in der Zukunft
20.10.2014 - 21.10.2014 in Frankfurt am Main, Deutschland

Tagungsband: VDE-Kongress 2014 – Smart Cities

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Dickert, Jörg; Schegner, Peter (Technische Universität Dresden, Deutschland)
During, Hanjo; Kober, Jan (Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH, Halle(Saale), Deutschland)

Inhalt:
Durch den vermehrten Anschluss von PV-Anlagen ist der Ausbau der Niederspannungsnetze erforderlich. Pauschale Aussagen zum erforderlichen Investitionsbedarf sind aufgrund der heterogenen Struktur der Niederspannungsnetze nur bedingt möglich. Die dena-Verteilnetzstudie hat in einem ersten Ansatz 1.900 km Systemlänge von Niederspannungsnetzen untersucht und den Investitionsbedarf für Deutschland hochgerechnet. Um die Sensitivität der Ergebnisse zu quantifizieren, wird im vorliegenden Beitrag der spezifische Investitionsbedarf eines ländlichen ostdeutschen Netzbetreibers anhand von sechs Abgangstypen mittels Bewertung von 156 verschiedenen Varianten bestimmt. Dafür wurde aus 60.000 Abgängen und 42.000 km Netzlänge ein exemplarisches Niederspannungsnetz abgeleitet. Es zeigt sich, dass in Abhängigkeit des Abgangstyps bzw. der betrachten Netzvariante sowie der vorhandene Betriebsmittel die spezifischen Kosten für Netzausbaumaßnahmen bei der Installation von PV-Anlagen sehr stark schwanken. Bei einer Vielzahl von Niederspannungsabgängen ist der Anschluss von PV-Anlagen unkritisch, aber bei ca. 11 % der Abgänge muss mit sehr hohen spezifischen Kosten gerechnet werden.