Bestimmung und Verortung von Demand Side Integration Potenzialen im urbanen Raum mit Hilfe Amtlicher Liegenschaftskatasterinformationssysteme (ALKIS)

Konferenz: VDE-Kongress 2014 - Smart Cities – Intelligente Lösungen für das Leben in der Zukunft
20.10.2014 - 21.10.2014 in Frankfurt am Main, Deutschland

Tagungsband: VDE-Kongress 2014 – Smart Cities

Seiten: 5Sprache: DeutschTyp: PDF

Persönliche VDE-Mitglieder erhalten auf diesen Artikel 10% Rabatt

Autoren:
Schäfers, Hans (Center for Demand Side Integration (C4DSI) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Deutschland)

Inhalt:
Demand Side Integration (DSI) vermag einen wichtigen Beitrag zur Glättung der aus der schwankenden Einspeisung erneuerbarer Quellen erwachsenden Fluktuation der Residuallast zu leisten und hat darüber hinaus einen kostenreduzierenden Effekt bei Ausbau und Anpassung der Übertragungs- und Verteilnetze im Rahmen der Energiewende. Vor diesem Hintergrund beschreibt dieser Beitrag eine Methode, das theoretische DSI Potenzial aus Lüftungs- und Kälteanlagen (LuK) in Nichtwohngebäuden des tertiären Sektors mit Hilfe amtlicher Liegenschaftskatasterinformationssysteme (ALKIS) zu bestimmen und zu verorten. ALKIS ist ein bundeseinheitlich verwendetes Datenmodell, das topografisch-kartografische Daten mit den digitalisierten Liegenschaftsverzeichnissen der Städte kombiniert. Die Methode ist daher leicht übertragbar. Das ALKIS für Hamburg enthält Daten zu den ca. 370.000 Gebäuden der Stadt, mit Informationen über Lage, Größe (Grundfläche und Anzahl Geschosse) sowie zur Gebäudenutzung. Aus dieser Grundgesamtheit wurden 7.389 Gebäude aus 17 Nutzungsgruppen bestimmt, deren Nutzung büroähnlichen Charakter hat. Für diese Gebäude wurde mit Hilfe der Methode ein als relativ sicher anzusehendes theoretisches DSI-Potenzial von 56 MW aus installierten Lüftungsanlagen und 126 MW aus Kälteanalagen identifiziert, das sich zudem exponentiell über die Gebäude verteilt. D. h. es gibt wenige (große) Gebäude in denen ein Großteil der installierten Leistung zu finden ist. Dem steht eine Vielzahl kleinerer Gebäude gegenüber, auf die sich der verbleibende, kleinere Anteil des DSI Potenzials verteilt. Vor diesem Hintergrund lässt sich in etwa 6 % der Gebäude 50 % des ermittelten theoretischen DSI Potenzials finden, in 25 % der Gebäude 83 % der Leistung. Das dynamische Verhalten des DSI-Potenzials wurde auf Basis der Standardbetriebs-zeiten der DINV18599:10 und Wetterdaten des Jahres 2012 abgeschätzt.