Das Projekt „Energy Toolkit“ Dienstleistungen für Kommunen, Netzbetreiber und die Wohnungswirtschaft

Konferenz: VDE-Kongress 2014 - Smart Cities – Intelligente Lösungen für das Leben in der Zukunft
20.10.2014 - 21.10.2014 in Frankfurt am Main, Deutschland

Tagungsband: VDE-Kongress 2014 – Smart Cities

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Koch, Stefanie; Bunk, Marcus; Engel, Bernd (TU Braunschweig, Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen, 38106 Braunschweig, Deutschland)
Reiss, Dirk; Plesser, Stefan; Fisch, M. Norbert (TU Braunschweig, Institut für Solar- und Gebäudetechnik (IGS), 38106 Braunschweig, Deutschland)
Diekhake, Patrick; Schnieder, Eckehard (TU Braunschweig, Institut für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik (iVA), 38106 Braunschweig, Deutschland)

Inhalt:
Spätestens mit der Verabschiedung des Energiekonzepts der Bundesregierung im Frühjahr 2011 und ihrer eindeutigen Absichtserklärung, den gesamten Energieverbrauch für Strom, Wärme/Kälte und Mobilität bis 2050 zu 60 % aus regenerativen Energien zu decken, wird der Umbau unserer Gebäude und Städte einschließlich ihrer Versorgungskonzepte real. Dieser Umbau stellt dabei die aktuellen Strukturen z. B. im Stromnetz vor große Herausforderungen. Vorgehaltene Kapazitäten zur Aufnahme unkontrollierter Stromeinspeisung aus Wind- und Sonnenkraft sind nahezu erreicht, erforderliche Speicherkapazitäten in ausreichendem Umfang nicht oder noch nicht vorhanden, so dass neben der Erweiterung der vorhandenen Infrastruktur vor allem Lösungen für Versorgungskonzepte auf dezentraler Ebene vorangetrieben werden müssen. Für die Entwicklung dieser Versorgungskonzepte stehen heute nur Planungs- und Überwachungswerkzeuge aus einzelnen Disziplinen zur Verfügung. Gebäudesimulationen können den Energiebedarf von einzelnen Objekten abbilden, werden jedoch in erster Linie zur Auslegung von Anlagen und nicht in Bezug auf ihre Wirkung im Netz eingesetzt. Für die Planung der Netze stehen wiederum keine geeigneten stochastischen Daten aus dem Gebäudebestand zur Verfügung, insbesondere nicht für die relevanten Szenarien ab 2020. Entsprechend können zurzeit auch keine optimierten Regelstrategien für den integrierten Betrieb von Netzen und Gebäuden entwickelt werden. Das Projekt Energie Toolkit mit einer Laufzeit bis September 2016 widmet sich den beschriebenen Herausforderungen und bietet interdisziplinäre Lösungsansätze entwickelt von drei Standorten an. Die bisherigen Forschungsergebnisse nach knapp 1½ jähriger Projektlaufzeit sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden.