MIN-MIN + WIN-WIN Risiken und Chancen lokaler Energieautonomie

Konferenz: VDE-Kongress 2014 - Smart Cities – Intelligente Lösungen für das Leben in der Zukunft
20.10.2014 - 21.10.2014 in Frankfurt am Main, Deutschland

Tagungsband: VDE-Kongress 2014 – Smart Cities

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Hess, Denis; Pfenning, Uwe (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Systemanalyse und Technikbewertung, Stuttgart, Deutschland)

Inhalt:
Die deutsche Energiewende, auf Basis erneuerbarer Energien, impliziert eine Dezentralisierung der Energieversorgung. Damit verbunden ist der Begriff der Energieautonomie oder der Unabhängigkeit von externen Quellen. Eine solche Vorstellung avanciert gegenwärtig zum politischen Leitbild. Vor allem für urbane Ballungsräume und städtische Zentren birgt dies allerdings vehemente Risiken, da dort eine solche Energieautonomie nur unter hohem Aufwand für Kraftwerke, Speicher und Netze möglich ist. Sinnvoller erscheint ein ökologisch-ökonomischer Energieversorgungsmix aus lokalen volatilen EE-Technologien und Importen regelbaren Ökostroms aus zentralen Anlagen (z.B. CSP-HVDC). Smart-Cities können als „individuelle Entitäten“ zur Belastung in einem kollektiven EE-Gesamtsystem mit nur ineffizient nutzbaren Überkapazitätsrisiken und Versorgungslücken werden. Eine Alternative besteht darin, die Chance wahrzunehmen, in externen Kooperationen mit wechselseitigen Vorteilen solche Risiken zu minimieren.