Navigate.KOM: Datenbankbasierter Informationsansatz für Fahrassistenzsysteme

Konferenz: AmE 2015 – Automotive meets Electronics - Beiträge der 6. GMM-Fachtagung
24.02.2015 - 25.02.2015 in Dortmund, Deutschland

Tagungsband: GMM-Fb. 82: AmE 2015

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Burgstahler, Daniel; Zöller, Sebastian; Möbus, Martin; Walter, Tim; Rückelt, Tobias; Steinmetz, Ralf (Multimedia Communications Lab (KOM), Technische Universität Darmstadt, Deutschland)

Inhalt:
Viele auf dem Infotainment System basierende Fahrassistenzsysteme wie beispielsweise das Navigationssystem basieren auf relativ statischen Kartendaten kombiniert mit einer laufenden Datenerfassung verschiedener Fahrzeugsensoren. Zusätzlich wird noch die aktuelle Position, meist per GPS, über eine externe Antenne empfangen. Durch die Kombination mit einer Mobilfunkschnittstelle lassen sich schon heute Zusatzinformationen, wie beispielsweise Staumeldungen, abfragen. Die Funktion selbst, z.B. eine Routenberechnung basiert dann meist auf allen verfügbaren Daten nach einer vom Nutzer eingestellten Priorität, z.B. schnellste Route. Dabei können leider viele weitere Parameter nicht berücksichtigt werden, da bisher keine geeignete Erfassung existiert. So gibt es beispielsweise täglich Veränderungen im Straßennetz in Form von Tagesbaustellen, zusätzlichen teils temporär aufgestellten Verkehrszeichen, Umleitungen etc. Viele neue Fahrzeuge bereits mit Sensorik ausgestattet sind um solche Veränderungen zu erfassen. Unser Ansatz besteht darin diese Daten zu einem Informationsserver zu übertragen. Somit werden die Nutzer dieser erweiterten Informationsbasis nach dem Crouwdsourcing Prinzip auch zu beitragenden Informationsquellen. Auf der Serverseite werden diese Informationen zunächst gefiltert und aufbereitet. Dabei werden Redundanzen genutzt um Zuverlässigkeit und Genauigkeit zu erhöhen. Die so gewonnenen Daten werden in unserem Ansatz über einen Message Broker den Fahrzeugen bereit gestellt. Applikation können über den Message Broker die gewünschten Daten abfragen und als zusätzliche Informationen verwenden. In unserem Aufbau verwenden wir ein Android-Smartphone als mobile Plattform. Das erlaubt eine hohe Flexibilität und macht die Weiterverwendung der Applikationen auch außerhalb des Fahrzeugs möglich. Im aktuellen Aufbau werden Verkehrszeichen zur Datenerfassung von der im Fahrzeug integrierten Kamera erfasst und auf den Fahrzeugbus gesendet. Von dort werden die Daten über einen CAN-Adapter von einem Minicomputer ausgelesen und per Wi-Fi an das Smartphone gesendet. ZurWeiterleitung an den Informationsserver verwenden wir ebenfalls den Message Broker. Die erfassten Daten werden an den Message Broker übertragen und von dort an den Informationssserver weitergeleitet.