Einfluss der Angehörigen auf die Anschaffung und Nutzung von Kommunikationstechnik durch Senioren

Konferenz: Zukunft Lebensräume - Kongress
20.04.2016 - 21.04.2016 in Frankfurt/Main, Deutschland

Tagungsband: Zukunft Lebensräume

Seiten: 5Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Dahms, Rebecca; Haesner, Marten; Steinhagen-Thiessen, Elisabeth (Forschungsgruppe Geriatrie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Reinickendorfer Str. 61, 13347 Berlin, Deutschland)

Inhalt:
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema, welche Rolle die Angehörigen bei der Technikanschaffung und -nutzung für ältere Menschen einnehmen. Bei den technischen Geräten geht es dabei um Kommunikationstechnik wie Handys, Computer, Smartphones, Tablet-PC‘s und Notrufgeräte. Dazu wurden 11 Senioren und Angehörige als Tandempaare durch leitfadengestützte Interviews befragt. Die Auswertung erfolgte auf Grundlage der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und mithilfe von Atlas.ti. Im Ergebnis wurde deutlich, dass ältere Menschen zwar die Idee zur Anschaffung der Technikgeräte haben, die Angehörigen diese jedoch beschaffen. Senioren bevorzugen bei technischen Schwierigkeiten die Hilfe von männlichen (Familien-) Angehörigen, da ihnen aufgrund des Berufes Technikkompetenz zugesprochen wird. Zudem zeigt die qualitative Studie, dass Affinität und Akzeptanz von Technik von biografischen Erfahrungen einer älteren Person sowie der Motivation, sich mit Technik auseinanderzusetzen abhängt. Die Verwendung von Kommunikationssystemen sind sowohl den fitten jüngeren Senioren bei der Koordination und Organisation von Teilhabeaktivitäten eine Hilfe, als auch den körperlich eingeschränkten Senioren, denen die Möglichkeit der privaten technikbasierten Teilhabe geboten wird.