Berücksichtigung spannungsabhängiger Verbraucherleistung als Handlungsoption im intelligenten Netzbetrieb

Konferenz: VDE-Kongress 2016 - Internet der Dinge
07.11.2016 - 08.11.2016 in Mannheim, Deutschland

Tagungsband: VDE-Kongress 2016 – Internet der Dinge

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Kopczynski, Leschek; Schallenburger, Michael; Huppertz, Philipp; Zeise, Roland (Hochschule Düsseldorf, Forschungsgruppe Smart Grid und Virtuelle Kraftwerke, Deutschland)

Inhalt:
Schwankungen der Versorgungsspannung können bei elektrischen Verbrauchern je nach Art und Konstruktionstechnik zu einer veränderten Leistungsaufnahme führen. Im Zuge von Schalthandlungen durch den Netzbetreiber, welche heute primär zur Einhaltung des Spannungsbandes eingesetzt werden, stellt diese Veränderung des Leistungsbedarfs einen sekundären Effekt dar. Der vorliegende Bericht verdeutlicht, dass dieses intrinsische Betriebsverhalten im intelligenten Netzbetrieb seine Berücksichtigung finden kann. Im Fokus der Untersuchung steht die Auffindung optimaler Schaltzeiten mit den Zielen einer Spitzenlastreduktion, einer reduzierten Energieaufnahme des Gesamtnetzes sowie deren Einfluss auf die Netzverluste. Hierzu erfolgt die Verbrauchermodellierung als stochastisches Bottom-Up-Lastmodell unter Verwendung von Geräteklassen. Die Spannungsabhängigkeit wird dabei mit Hilfe des anerkannten ZIP-Modells realisiert und dieses um den Bereich der energiekonstanten Lasten zum ZIP(E)-Modell erweitert. Die Ergebnisse zeigen anhand der Simulation eines elektrischen Niederspannungsnetzes, zu welchen Zeitpunkten entsprechende Schalthandlungen zur Beeinflussung der Versorgungsspannung einen zusätzlichen Mehrwert für den Netzbetrieb darstellen können.