Analyse von strukturellen Veränderungen im europäischen Verbundnetz anhand eines zeitsynchronisierten, verteilten Frequenzmesssystems

Konferenz: VDE-Kongress 2016 - Internet der Dinge
07.11.2016 - 08.11.2016 in Mannheim, Deutschland

Tagungsband: VDE-Kongress 2016 – Internet der Dinge

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

Persönliche VDE-Mitglieder erhalten auf diesen Artikel 10% Rabatt

Autoren:
Straeten, Michael van der; Remppis, Simon; Siebenlist, Andreas; Lens, Hendrik (Universität Stuttgart, Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik, Abteilung Stromerzeugung und Automatisierungstechnik, Deutschland)

Inhalt:
Die Erzeugungs- und Verbraucherstruktur im kontinentaleuropäischen Verbundsystem ändert sich durch die politisch gesetzten Rahmenbedingungen. Diese Änderungen wirken sich auf das dynamische Verhalten der Netzfrequenz aus, welche vor allem von der Verbraucher- und Erzeugerdynamik beeinflusst wird. Zur Analyse transienter Vorgänge im kontinentaleuropäischen Verbundnetz werden vom Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik seit 2008 Frequenzmessdaten an verschiedenen Standorten mit einem zeitsynchronisierten, verteilten Frequenzmesssystem aufgezeichnet. Im Rahmen dieses Beitrags wird der Einfluss einer sinkenden Residuallast auf das transiente Frequenzverhalten anhand der gemessenen Frequenzdaten untersucht. Zu diesem Zweck werden Frequenzverläufe nach einer Systemanregung durch bekannte Kraftwerksausfälle analysiert und ausgewertet. Diese Auswertungen zeigen, dass in Zeiten niedriger Residuallast mit größeren Frequenzänderungsraten zu rechnen ist. Allerdings treten aufgrund des Teillastbetriebs vieler Kraftwerke zu diesen Zeiten hohe Netzanlaufzeitkonstanten auf, wodurch der Einfluss sinkender Residuallasten abgeschwächt wird.