Auswirkung geänderter Rahmenbedingungen und neuer Netzkonzepte auf die Sternpunktbehandlung

Konferenz: STE 2016 – Sternpunktbehandlung in Netzen bis 110 kV (D-A-CH) - 4. ETG-Fachtagung
21.02.2017 - 22.02.2017 in Aschaffenburg, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 151: STE 2017

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Schegner, P.; Frowein, K. (Technische Universität Dresden, Deutschland)
Schmidt, U. (Hochschule Zittau/Görlitz, Deutschland)

Inhalt:
Die Energiewende führt zu einem grundlegenden Umbau der elektrischen Energieversorgung in Deutschland. Ziel ist es bis 2025 zwischen 40 und 45 % und bis zum Jahr 2050 mindestens 80 % der elektrischen Energie mit Hilfe von erneuerbaren Energieträgern bereitzustellen. Inzwischen ist allgemein anerkannt, dass sich hierdurch die Rolle der Verteilnetze grundlegend verändern wird, OHREM ET AL.. Dies zeigt sich im weiteren Ausbau der Verteilnetze (DENA Verteilnetzstudie), der Entwicklung neuer Netzkonzepte, einer weiteren Optimierung des Betriebsmitteleinsatzes und der verstärkten Anwendung von leistungselektronischen Betriebsmitteln. Die meisten dieser Verteilnetze werden heute mit Resonanzsternpunkterdung betrieben, ETG-FB 132. Im Rahmen dieses Beitrages werden die Auswirkungen auf die zukünftige Sternpunktbehandlung in den Verteilnetzen diskutiert. Unter anderem werden der Einfluss und die Auswirkungen des weiterhin wachsenden Kabelanteils und der damit einhergehenden größeren kapazitiven Erdschlussströme betrachtet. Gleichzeitig verändert sich durch den Zubau der Kabel die Eigenfrequenz der Verteilnetze. Dies führt zu höheren Anteilen an Harmonischen im Erdschluss-Reststrom. Die daraus resultierenden Auswirkungen werden erläutert. Diese neuen Anforderungen an die Verteilnetze erfordern eine Diskussion neuer Netzkonzepte, wie z.B. zellulare Netze oder Energie-Waben. Mögliche Auswirkungen dieser neuen Strukturen auf die Sternpunktbehandlung werden vorgestellt.