Grenzen der Erdschlusslöschung: Strategiefestlegung am Fallbeispiel einer 110-kV-Netzgruppe der Netze BW GmbH

Konferenz: STE 2016 – Sternpunktbehandlung in Netzen bis 110 kV (D-A-CH) - 4. ETG-Fachtagung
21.02.2017 - 22.02.2017 in Aschaffenburg, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 151: STE 2017

Seiten: 4Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Wöhr, Tobias (Netze BW GmbH, Stuttgart, Deutschland)

Inhalt:
In Deutschlands Verteilnetzen sind im Rahmen der Energiewende weitreichende Netzausbaumaßnahmen geplant. Nicht nur in der Mittelspannung, sondern auch in der Hochspannung ist mit einer Zunahme des Verkabelungsgrades zu rechnen. Insbesondere in Netzgruppen mit hohen EEG-Prognosen sind Probleme zu erwarten, da hier größere Netzausbaumaßnahmen im 110-kV-Netz notwendig sein werden. Durch die hohen Kapazitätsbeläge von Erdkabeln steigt der kapazitive Erdschlussstrom (ICE) und indirekt auch der Erdschlussreststrom (IREST). Technisch gesehen gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Umstellung auf niederohmige Sternpunkterdung (NOSPE), eine Netztrennung, den Einsatz von Trenntransformatoren, den Aufbau von Clusternetzen oder die aktive Erdschlussreststromkompensation. Anhand von Untersuchungen am Fallbeispiel einer 110-kV-Netzgruppe der Netze BW GmbH (Netze BW) werden die Umstellung auf NOSPE und die Netztrennung aus technischer und wirtschaftlicher Sicht verglichen und daraus eine mögliche strategische Vorgehensweise abgeleitet.