Neue Konzepte zur Auslegung von Erdungsanlagen für Hochspannungsmasten im 110-kV-Netz

Konferenz: STE 2016 – Sternpunktbehandlung in Netzen bis 110 kV (D-A-CH) - 4. ETG-Fachtagung
21.02.2017 - 22.02.2017 in Aschaffenburg, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 151: STE 2017

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Wurzer, Georg; Hübl, Ignaz (KNG-Kärnten Netz GmbH Klagenfurt, Österreich)

Inhalt:
Bei der Errichtung von Erdungsanlagen für Hochspannungsmasten im Energieversorgungssystem wird oftmals eine standardisierte Erderelektrode eingesetzt. Bei deren Planung und Bau wird auf die Annäherung und die ohmsche Beeinflussung von Einbauten im Erdreich und auf bestehende Grundstücksgrenzen Rücksicht genommen. Die standardisierte Erderelektrode wird also angepasst an das jeweilige Platzangebot verlegt, ohne Rücksicht auf den vor Ort herrschenden spezifischen Bodenwiderstand, das Bodenschichtprofil und weitere wesentliche Parameter wie Beispielsweise die lokale Blitzaktivität. Die Qualität der lokalen Erdungsanlagen hat jedoch direkten Einfluss auf die Betriebssicherheit der jeweiligen Leitung im Energieversorgungssystem, wenn es zu transienten Ereignissen wie Blitzeinschlägen kommt. Gegenstand dieser Arbeit ist es, die Anforderungen an die lokalen Masterdungsanlagen zu definieren und eine Vorgehensweise für deren Auslegung zu zeigen, die vor allem den Aspekt der sogenannten transienten Performance beleuchtet. Die beschriebene Vorgehensweise und die diskutierten Denkansätze wurden im Zuge eines 110-kV-Leitungsneubauprojektes der KNG-Kärnten Netz GmbH entwickelt, recherchiert und auch in der Praxis umgesetzt.