Modell zur Berechnung der Grund- und Oberschwingungsanteile des Erdschluss-Reststroms in Mittelspannungsnetzen

Konferenz: STE 2016 – Sternpunktbehandlung in Netzen bis 110 kV (D-A-CH) - 4. ETG-Fachtagung
21.02.2017 - 22.02.2017 in Aschaffenburg, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 151: STE 2017

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Frowein, Karla; Schegner, Peter (Technische Universität Dresden, Deutschland)
Schmidt, Uwe; Hänsch, Jonathan (Hochschule Zittau/Görlitz, Deutschland)
Druml, Gernot (Sprecher Automation GmbH Linz, Österreich)

Inhalt:
Die Resonanz-Sternpunkterdung ist in zentraleuropäischen Ländern die dominierende Art der Sternpunktbehandlung in der Mittelspannungsebene. Mit zunehmenden Kabelanteil und häufigerer Anwendung von Leistungselektronik in den Verteilnetzen wächst sowohl der Grundschwingungsanteil als auch der Anteil an Harmonischen im Erdschluss-Reststrom IRES. So kann es dazu kommen, dass Obergrenzen des Erdschluss-Reststroms IRES nach DIN VDE 0845-6-2 und der zulässigen Berührungsspannung UTp nach DIN VDE 50522 verletzt werden. Daher ist es von Vorteil, den im Fehlerfall auftretenden Erdschluss-Reststrom IRES, einschließlich der Oberschwingungsanteile, anhand der im fehlerfreien Zustand gemessenen Spannungen bestimmen zu können. Das vorgestellte Modell ermöglicht die Berechnung von Erdschluss-Restströmen ohne die Durchführung aufwändiger Messungen. Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der im fehlerfreien Zustand gemessenen Spannungen an der Sammelschiene und der jeweiligen Netzkonfiguration. Dabei können Fehlerort und Fehlerimpedanz variiert werden.