Einflussfaktoren auf den Erdschluss-Reststrom im 110-kV-Netz

Konferenz: STE 2016 – Sternpunktbehandlung in Netzen bis 110 kV (D-A-CH) - 4. ETG-Fachtagung
21.02.2017 - 22.02.2017 in Aschaffenburg, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 151: STE 2017

Seiten: 5Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Hänsch, Jonathan; Schmidt, Uwe (Hochschule Zittau/Görlitz, Deutschland)
Frowein, Karla; Schegner, Peter (Technische Universität Dresden, Deutschland)
Druml, Gernot (Sprecher Automation GmbH Linz, Österreich)

Inhalt:
Während in den Mittelspannungsnetzen häufig Messungen zur Erfassung des Erdschluss-Reststromes IRES durchgeführt werden, sind Messungen in 110-kV-Netzen selten. Daher sind Untersuchungen zur Größenordnung des Erdschluss-Reststromes IRES kaum vorhanden. Fragestellungen zu Einflussfaktoren und zu den Oberschwingungsanteilen im Erdschluss-Reststrom IRES sind weitestgehend unbeantwortet. Mit zunehmendem Kabelanteil, zunehmender Netzausdehnung und mit verstärktem Einsatz von Leistungselektronik ist jedoch davon auszugehen, dass der Erdschluss-Reststrom IRES die Obergrenze von 132 (200) A erreichen kann. In vorliegendem Beitrag werden auf der Basis eines vereinfachten aber realen 110-kV-Netzes Erdschluss-Restströme IRES in Abhängigkeit verschiedener Rahmenbedingungen berechnet und die wesentlichen Einflussfaktoren beschrieben. Dabei werden die Unsymmetrie der Leiter-Erde-Spannungen und Oberschwingungsquellen in den unterlagerten Mittelspannungsnetzen berücksichtigt. Vertiefend wird dabei die Abhängigkeit des Erdschluss-Reststromes IRES vom Fehlerort aufgezeigt. Die erzielten Berechnungsergebnisse basieren auf einer Messung im 110-kV-Netz und Berechnungen im Programmsystem ATP/EMTP.