Gerichtete Erdschlussrichtungsanzeige bei Verwendung von kapazitiven Sensoren und Spannungsprüfsystemen

Konferenz: STE 2016 – Sternpunktbehandlung in Netzen bis 110 kV (D-A-CH) - 4. ETG-Fachtagung
21.02.2017 - 22.02.2017 in Aschaffenburg, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 151: STE 2017

Seiten: 8Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Skrbinjek, Oliver; Hipp, Walter (Energie Steiermark Technik GmbH, Graz, Österreich)
Druml, Gernot (Sprecher Automation GmbH, Linz, Österreich)

Inhalt:
Es wird immer wieder diskutiert, ob kapazitive Spannungsabgriffe in Mittelspannungsanlagen neben einer reinen Zustandsanzeige wie z.B. „Spannung vorhanden“ bzw. „Spannung fehlt“ auch für weitere Anwendungen genutzt werden können. Es wird sehr oft darauf hingewiesen, dass kapazitive Spannungsabgriffe Winkel- und Betragsfehler aufweisen sowie alterungsbedingt driften. Dadurch können die Messwerte nicht für z.B. eine Richtungsbestimmung bei Kurzschlussanzeigern bzw. Überstromzeitschutzfunktionen verwendet werden. In diesem Beitrag werden grundlegende Rahmenbedingungen aufgezeigt, unter denen es möglich ist parallel zu „Spannungsprüfsystemen mit integriertem Anzeigegerät“ eine Messspannung abzugreifen, die für die Richtungsbestimmung von Erdschlussortungseinrichtungen sowie für gerichtete Kurzschlussanzeiger bzw. gerichtete Schutzfunktionen verwendet werden kann. Die Betrachtungen werden durch reale Messungen in einem kompensierten Mittelspannungsnetz verifiziert und die gemessenen Ergebnisse sowie die Richtungsentscheide der gängigen Erdschlussortungsalgorithmen miteinander verglichen. Daraus lässt sich eine Matrix mit den möglichen Erdschlussortungsalgorithmen ableiten.