Erdschlusslöschspule unter Nutzung eines virtuellen Luftspaltes

Konferenz: STE 2016 – Sternpunktbehandlung in Netzen bis 110 kV (D-A-CH) - 4. ETG-Fachtagung
21.02.2017 - 22.02.2017 in Aschaffenburg, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 151: STE 2017

Seiten: 5Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Engel, Marcel; Kurka, Christiane; Schäfer, Jonas; Wittenberg, Bernhard (Netze BW GmbH, Stuttgart, Deutschland)

Inhalt:
In einer internen Machbarkeitsstudie prüft die Netze BW die Übertragbarkeit des virtuellen Luftspalt-Effektes auf Anwendungen im erdschlusskompensierten Netz, d. h. eine E-Spule ohne Mechanik. Das Grundprinzip beruht auf einer lokalen Sättigung des ferromagnetischen Kerns aufgrund eines zum magnetischen Hauptfluss orthogonalen Steuerflusses. Es entsteht ein virtueller Luftspalt, welcher die wirksame Reluktanz vergrößert und somit die Induktivität der E-Spule verringert. Wird dieser Steuerfluss durch eine separate Wicklung über eine Quelle eingeprägt, so lässt sich die Induktivität der E-Spule zeitlich ändern. Durch Nutzen des virtuellen-Luftspalt-Effektes sind u. a. folgenden Anwendungen denkbar: • Eine Erdschlusslöschspule variabler Induktivität ohne Mechanik, welche unterschiedliche Arbeitspunkte für Betriebs- und Erdschlussfall aufweisen kann • Ein Aktor zur aktiven Dämpfung von Oberschwingungsanteilen im Erdschlussreststrom • Ein Aktor zur Erdschlussortung, bspw. als Taktgeber für das Pulsortungsverfahren In diesem Beitrag sollen Grundlagen des Prinzips erläutert und erster Labormessungen an einem 0,4-kV-Versuchsmodell präsentiert werden.