Auswirkungen einer Umstellung auf niederohmige Sternpunkterdung auf die Versorgungszuverlässigkeit in Mittelspannungsnetzen

Konferenz: STE 2016 – Sternpunktbehandlung in Netzen bis 110 kV (D-A-CH) - 4. ETG-Fachtagung
21.02.2017 - 22.02.2017 in Aschaffenburg, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 151: STE 2017

Seiten: 6Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Zimmerlin, Martin; Leibfried, Thomas (Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik, Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe, Deutschland)
Oechsle, Fred; Stepanescu, Sebastian (Netze BW GmbH, Stuttgart, Deutschland)

Inhalt:
Großteile der Mittelspannungsnetze werden in Deutschland kompensiert betrieben. Dies hat den großen Vorteil, dass es im Erdschlussfall nicht zu einer Versorgungsunterbrechung kommt. Bedingt durch den flächendeckenden Einsatz von Erdkabeln wird in zahlreichen Mittelspannungsnetzen in Deutschland jedoch künftig der nach DIN VDE 0845-6-2 zulässige Erdschlussreststrom von 60A erreicht werden. Deshalb wird in dieser Arbeit die Möglichkeit einer Umstellung auf niederohmige Sternpunkterdung eingehend untersucht. Insbesondere die Auswirkungen auf die Versorgungszuverlässigkeit und die Kosten einer Umstellung der Sternpunktbehandlung stehen dabei im Mittelpunkt. Die Ergebnisse der durchgeführten Zuverlässigkeitsanalysen zeigen, dass eine Umstellung die Nichtverfügbarkeit auch bei einem geringen verbleibenden Freileitungsanteil verbessern kann. Entscheidend dafür ist eine vereinfachte Fehlerortung mithilfe des Netzschutzes und installierter Kurzschlussanzeiger in den Netzstationen. Eine Umstellung eines Umspannwerks auf Mittelspannungsebene auf niederohmige Sternpunkterdung kann darüber hinaus ein unter Umständen erhebliches finanzielles Einsparungspotential bieten.