Untersuchung der Beeinflussung von digitalen Übertragungssignalen durch typische EMV-Störungen

Konferenz: Elektromagnetische Verträglichkeit in der Kfz-Technik - 7. GMM-Fachtagung
20.09.2017 - 21.09.2017 in Wolfsburg, Deutschland

Tagungsband: GMM-Fb. 88: Elektromagnetische Verträglichkeit in der Kfz-Technik

Seiten: 5Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Braun, Stephan; Raju, Prashanth (GAUSS INSTRUMENTS, Munich, Germany)

Inhalt:
Derzeit werden in den Normen CISPR 25 und CISPR 12 Funkstörmessempfänger verwendet, welche eine Bewertung gemäß der Norm CISPR 16-1-1 durchführen. Dabei kommt ein Verfahren zum Einsatz welches im Wesentlichen einen AM Empfänger nachbildet und eine Bewertung der Pulswiederholrate durchführt. Die Bewertung der Pulswiederholrate wird üblicherweise mit dem Quasispitzenwertdetektor durchgeführt. Der RMS-AVG Detektor sowie die APD Messfunktion erlauben es für digitale Modulationsarten eine alternative Bewertung durchzuführen. EMV Zeitbereichsverfahren können die Messung beschleunigen. Im Folgenden wird anhand der Modulationsarten ASK, FSK und QPSK sowie OFDM gezeigt, dass diese in einem EMV Zeitbereichsmesssystem demoduliert werden können und eine Überlagerung mit Störsignalen durchgeführt werden kann. Bei der Demodulation wird die Bitfehlerrate festgestellt, bzw. der nötige Signal Rausch Abstand um eine bestimmte Bitfehlerrate nicht zu überschreiten. Anhand von typischen Szenarien wird der Einfluss von Störquellen auf einige Modulationsarten untersucht. Exemplarische Messungen welche den Einfluss von Pulsbreite, Bandbreite und Pulswiederholrate auf die Bitfehlerrate zeigen werden präsentiert. Dabei zeigt sich, dass die Beeinflussbarkeit vom Modulationsverfahren abhängig ist. Auch Eigenschaften des Störsignals, welche derzeit nicht in der CISPR 16-1-1 bewertet werden haben einen Einfluss auf die Bitfehlerrate eines digitalen Übertragungskanals.