Langfristige Energieszenarien auf Basis von Potenzialen und Kosten

Konferenz: Energiewende in der Stromversorgung – Systemstabilität und Systemsicherheit - 12. ETG/GMA-Tagung „Netzregelung und Systemführung“
26.09.2017 - 27.09.2017 in Berlin, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 153: Energiewende in der Stromversorgung – Systemstabilität und Systemsicherheit

Seiten: 5Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Brauner, Günther (Technische Universität Wien, Österreich)

Inhalt:
Die Energiewende stellt einen Evolutionsprozess dar, der nur bedingt prognostizierbar und planbar ist. Langfristige Energieszenarien müssen sich an den regionalen, wirtschaftlich und umweltverträglich realisierbaren Potenzialen orientieren. Das verfügbare regenerative Potenzial entspricht in etwa dem zweifachen heutigen Elektrizitätsbedarf. Zukünftig sind durch einen hohen regenerativen Elektrifizierungsgrad und Effizienzsteigerung etwa 60 % des heutigen Primärenergiebedarfs einzusparen, um eine auf Potenzialen und Leistbarkeit basierende nachhaltige Energieversorgung zu ermöglichen. Leistbarkeit bedeutet, dass die Gesamtkosten aus Erzeugung und Infrastruktur zu optimieren sind. Bei Onshore-Windenergieanlagen ist dazu eine Umstellung auf Schwachwindanlagen notwendig, um einen teuren und stark leistungsorientierten Ausbau der Übertragungsnetze zu vermeiden und damit die Akzeptanz zu erhöhen. Photovoltaik benötigt neue dezentrale und digitale Versorgungskonzepte, um eine möglichst vollständige Endnutzung ohne Ausbaubedarf bei den Verteilungsnetzen zu ermöglichen.