Netzausbau aus deutscher und europäischer Sicht

Konferenz: Energiewende in der Stromversorgung – Systemstabilität und Systemsicherheit - 12. ETG/GMA-Tagung „Netzregelung und Systemführung“
26.09.2017 - 27.09.2017 in Berlin, Deutschland

Tagungsband: ETG-Fb. 153: Energiewende in der Stromversorgung – Systemstabilität und Systemsicherheit

Seiten: 7Sprache: DeutschTyp: PDF

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Autoren:
Gaillardon, Boris (TransnetBW GmbH, Stuttgart, Deutschland)

Inhalt:
Mit der Energiewende haben sich Deutschland und Europa ambitionierte Ziele gesteckt. Die Betrifft insbesondere den Stromsektor, der durch einen Anstieg der Erzeugung von Strom aus erneuerbarer Energie geprägt sein wird. Um auch in Zukunft eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten und die erneuerbaren Energien einzubinden, wird eine Optimierung der bestehenden Infrastruktur mittelfristig nicht ausreichend sein. Vielmehr wird zusätzlich zu neuen Betriebsmitteln der bedarfsgerechte Ausbau der Übertragungsnetze und deren Vernetzung untereinander wesentlich für das Gelingen der Energiewende sein. Der zukünftige Übertragungsbedarf wird in Netzentwicklungsplänen und -studien identifiziert und festgelegt. Ein wesentliches Element für den erfolgreichen Netzausbau ist die Akzeptanz in der Bevölkerung. Neben der regulatorischen Notwendigkeit sind die Netzentwicklungspläne auch Grundlage zur transparenten Kommunikation der Netzentwicklungsverfahren. Weiter basieren Entscheidungsprozesse von Behörden wie der Bundesbedarfsplan oder die europäische Liste der Projects of Common Interest (PCI) auf den Netzentwicklungsplänen. Die entsprechenden Netzausbauprojekte erhalten dadurch rechtliche Anerkennung und werden ggf. finanziell gefördert und durch vereinfachte Genehmigungsverfahren beschleunigt. Die vorliegende Arbeit zeigt die Erstellungsprämissen des deutschen und des europäischen Netzentwicklungsplan sowie die Auswerte- und Charakterisierungsmethoden von Netzausbauprojekten.