Kalibrierung von Thermometern in situ im Prozess

Konferenz: Sensoren und Messsysteme - 19. ITG/GMA-Fachtagung
26.06.2018 - 27.06.2018 in Nürnberg, Deutschland

Tagungsband: ITG-Fb. 281: Sensoren und Messsysteme

Seiten: 4Sprache: DeutschTyp: PDF

Persönliche VDE-Mitglieder erhalten auf diesen Artikel 10% Rabatt

Autoren:
Schalles, Marc (Institut für Prozessmess- und Sensortechnik der Technischen Universität Ilmenau, Ilmenau, Deutschland)
Vrdoljak, Pavo (Endress+Hauser Wetzer GmbH & Co KG, Nesselwang, Deutschland)

Inhalt:
Die Kalibrierung von Thermometern erfolgt in der Life-Science-Industrie derzeit in der Regel außerhalb des Prozesses. Da diese Art der Kalibrierung aufgrund des hohen Aufwandes nur in großen zeitlichen Abständen durchgeführt wird, ist das Risiko einer unerkannten Fehlmessung im Prozess signifikant. Um dieses Risiko und den Kalibrieraufwand zu minimieren, wurde ein neuartiges Thermometer mit automatischer Kalibrierfunktion entwickelt. In seinen Messeinsatz ist zusätzlich zum Pt100-Widerstandssensor ein ferroelektrisches Referenzelement mit bekannter Curie-Temperatur als Temperaturnormal integriert. Wird durch die Prozesstemperatur, beispielsweise bei einer SIP-Reinigung, eine Phasenumwandlung ausgelöst, wird die Messabweichung des digitalen Temperaturwerts zur Curie-Temperatur bestimmt und das Thermometer kalibriert. Die automatische, rückwirkungsfreie Kalibrierung findet ohne Ausbau des Thermometers direkt im Prozess bei einer Kalibriertemperatur von Tc = 118 °C statt. Die Kalibrierung erfolgt somit nahe der für die SIP-Reinigung nachzuweisenden Temperatur von 121,4 °C.