Holografisches Endoskop unter Nutzung kohärenter Faserbündel mit Eigenkalibrierung

Konferenz: Sensoren und Messsysteme - 19. ITG/GMA-Fachtagung
26.06.2018 - 27.06.2018 in Nürnberg, Deutschland

Tagungsband: ITG-Fb. 281: Sensoren und Messsysteme

Seiten: 3Sprache: DeutschTyp: PDF

Persönliche VDE-Mitglieder erhalten auf diesen Artikel 10% Rabatt

Autoren:
Scharf, Elias; Kuschmierz, Robert; Czarske, Juergen (Professur für Mess- und Sensorsystemtechnik, TU Dresden, Helmholzstr. 18, 01069 Dresden, Deutschland)

Inhalt:
Endoskope ermöglichen optische Schlüssellochzugänge für verschiedene Anwendungen, beispielsweise in der Biomedizintechnik. Im Allgemeinen werden als Endoskope kohärente Faserbündel (CFB) in Verbindung mit Linsensystemen verwendet, durch die eine feste Abbildungsebene vorgeben ist. Das Linsensystem limitiert den minimalen Durchmesser auf mehrere Millimeter, außerdem lassen sich nur pixelierte zweidimensionale Amplitudenmuster übertragen. Diese Einschränkungen können mittels digitaler optischer Phasenkonjugation überwunden werden. Prinzipiell werden so dünnere, linsenlose, holografische Endoskope mit dreidimensional einstellbarem und beugungsbegrenztem Fokus für Abbildung und Beleuchtung möglich. Jedoch erfordert die biegungssensitive Phasenstörung in der Faser eine in-situ-Kalibrierung der optischen Transferfunktion während der Anwendung. Wir präsentieren einen Aufbau mit einem blanken Faserbündel und einem Durchmesser von nur 500 µm sowie eine in-situ-Kalibrierungsprozedur, welche keinen invasiven Zugang benötigt. Die erreichbare Ortsauflösung beträgt 1,5 µm.